Wie Oberkochen in Kariobangi hilft

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Seit über 35 Jahren besteht eine Bande der Gemeinde Sankt Peter und Paul mit der Gemeinde Kariobangi.

Oberkochen. „Es tut gut, Menschen an der Seite zu haben, die über den eigenen Kirchturm hinausblicken“, sagt Andrew Wanjohi, leitender Priester in Kariobangi nahe der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Jährlich fließen große Spenden in den Erdteil. Viele Spenderinnen und Spender aus Oberkochen beteiligen sich seit über drei Jahrzehnten an den Aktionen. Als Beispiel hatte diese Zeitung bereits mehrmals über den Einsatz von Barbara Adolf berichtet. „Als Gemeinde können wir für die Hilfe aus der Pfarrei Sankt Peter und Paul nicht genug danken, es ist eine segensreiche Hilfe zum Leben und Überleben“, betont der Pfarrer aus Kariobangi.

Bildung, Schule, Kirche

Die Gemeindeverwaltung in Kariobangi betreibt drei Grundschulen, wofür ein Teil der Spendengelder verwendet wird, damit Kindern der Weg zur Bildung geebnet wird. Pfarrer Wanjohi verweist aber auch auf das Gesundheitsprogramm der Comboni-Missionare. Mit Spendengeldern werde dieses Programm unterstützt und gefördert, es werden – sonst unerschwingliche – Medikamente bezahlt.

Auf fruchtbaren Boden fallen die Spenden auch bezüglich der Sanierung der Hauptkirche der „Heiligen Dreifaltigkeit“. Momentan werden größere Reparaturen durchgeführt und man bereitet sich auf das „Goldene Jubiläum“ der Kirche im kommenden Jahr vor. „Der Glaube ist für die Menschen hier ein Kariobangi ein fester Halt und Mutmacher“, sagt der Pfarrer.

Unterstützung für junge Frauen

Zu einem wichtigen Segment der Spendenverwendung sei das Projekt „Pro-Life“ geworden. Dieses Programm unterstützt junge Frauen, die mit häuslichen Problemen konfrontiert sind, die mitunter zu Teenager-Schwangerschaften führten und Mädchen die Schulausbildung abbrechen, so der Pfarrer.

Nicht unerwähnt lässt Pfarrer Wanjohi die Covid-19-Pandemie. Zwei familienbegleitende Sozialarbeiter konnten in Kariobangi mit Hilfe von Spenden angestellt werden, die sich institutionell vernetzten und in Schulen Lebenskompetenzen vermittelten. „Die Bedürfnisse unserer Pfarrei sind vielfältig und vielen vor allem jungen Menschen wird geholfen, über die Runden zu kommen“, fasst Pfarrer Wanjohi zusammen.

Lothar Schell

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