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Oberkochen Flüchtlingsheim
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  Die Stadt Oberkochen rüstet sich für die Aufnahme vieler Flüchtlinge. Wie Bürgermeister Peter Traub die aktuelle Situation einschätzt.  

Oberkochen  

Stand 21. März befinden sich 1047 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine im Ostalbkreis, aktuell haben vierzig Flüchtlinge den Weg nach Oberkochen gefunden. Weil die Erstaufnahme-Einrichtungen bereits voll belegt sind, werden die ukrainischen Flüchtlinge dort so schnell wie möglich auf die Städte und Gemeinden verteilt. Neben diesen offiziellen Zuteilungen kommen auch zahlreiche  Kriegsflüchtlinge auf privatem Weg in den Ostalbkreis. Die SchwäPo hat bei Bürgermeister Peter Traub nachgehakt, wie die Stadt Oberkochen mit der Flüchtlingssituation umgeht. Klar sei, dass das ursprünglich für den Abriss vorgesehene Seniorenwohngebäude im Heckenrosenweg 1 aufgrund der aktuellen Situation vorläufig nicht abgebrochen werde, sondern soweit instandgesetzt, dass die Wohnungen als Notunterkünfte wieder bewohnbar seien. Zwischenzeitlich sind im Heckenrosenweg sieben Wohnungen her- und eingerichtet und nun ebenfalls für die Flüchtlingsunterbringung verfügbar. In den kommenden Tagen werde man also Platz für weitere fünfzehn bis zwanzig  Personen haben, so der Bürgermeister. Das von der Stadt vor kurzem erworbene Gebäude in der Keltenstraße 8 soll ab 11. April verfügbar sein und Wohnraum für weitere zehn bis fünfzehn Personen bieten.

Die Stadt habe die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, privaten Wohnraum für die Unterbringung ukrainischer Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen – die Resonanz sei sehr positiv gewesen. Viele Leute hätten sich gemeldet und ihre Bereitschaft zur Aufnahme signalisiert. Auf diese Weise, so Traub, könnten rund zwanzig Personen privat untergebracht werden. Zudem werdeweiterer privater Wohnraum für ungefähr vierzig Personen in den nächsten zwei Wochen verfügbar sein. „Wir rechnen damit, dass wir in Oberkochen bis Mitte April einhundert bis 110 geflüchtete Personen aufnehmen können“, blickt Traub voraus. Neben der Unterbringung der Menschen aus der Ukraine sei auch die Betreuung wichtig. Kinder   würden daher möglichst sofort in den Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen aufgenommen. Die erwachsenen Personen würden ebenfalls betreut, auch dank privater Initiativen. „Ich danke allen, die sich dafür einsetzen“, betont der Bürgermeister. Eine besondere Hilfe für die Stadtverwaltung sei dabei das Team des Umsonstladens, das aus seinem  Fundus Bettwäsche und Kleidung wie auch viele andere Dinge gespendet habe und sich um die Unterkünfte kümmere, um diese bewohnbar zu machen: Betten beziehen, Küche einrichten, putzen und vieles mehr. Aktuell organisiere die Stadtverwaltung einen wöchentlichen Deutschkurs und einen wöchentlichen „Treff für Ukrainer“, wobei man hier vom Bürgertreff mit Kerstin Gangl  an der Spitze nachhaltig unterstützt werde. Eigene Spendenkonten habe die Stadt nicht eingerichtet. Man vertraue auf die Kompetenz und Erfahrung der professionellen sozialen Dienste.

 Info: Wer Geld spenden möchte, kann dies bei folgenden caritativen Einrichtungen tun: Caritas Ostwürttemberg IBAN  DE 15 6012 0500 0001 7890 11

DRK-Kreisverband  IBAN DE59 6145 0050 0110 0704 49

Malteser-Hilfsdienst  IBAN DE44 6145 0050 0110062086

Stichwort: jeweils Ukraine-Hilfe

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