Win-Win für die Kinderbetreuung

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In Oberkochen planen die Stadt und das Unternehmen Carl Zeiss eine betriebliche Kindertagesstätte mit 90 Plätzen. 30 davon für Krippen-, 60 Ganztagesbetreuungsplätze.

Immer mehr Krippenplätze und Ganztagesplätze werden in Oberkochen gebraucht. Die Stadt und das Unternehmen Carl Zeiss planen ein Kooperationsprojekt.

Oberkochen

Die Stadt Oberkochen bietet aktuell ein umfassendes Angebot für die Betreuung von Kindern zwischen einem Jahr und zehn Jahren an. Derzeit stehen in den Kindertagesstätten und Schulhorten in Oberkochen etwa 430 Betreuungsplätze zur Verfügung. Davon sind 70 Plätze für Kinder unter drei Jahre (U3), 310 Plätze für Kinder über drei Jahre (U 3) und 60 Plätze für Kinder im Grundschulalter (Hort, sechs bis zehn Jahre). Die durchschnittliche Auslastung ist sehr hoch und liegt je nach Betreuungsart bei etwa 90 Prozent.

„Immer wieder weisen die Leiterinnen der Kinderbetreuungseinrichtungen darauf hin, dass der Bedarf an Betreuungsplätzen zunimmt“, betont Bürgermeister Peter Traub. Dies gilt vor allem für den überörtlichen Bedarf, wobei dem Unternehmen Carl Zeiss schon seit vielen Jahren im Kinderhaus Wiesenweg vertraglich zugesicherte Betreuungsplätze zur Verfügung stehen.

Weil aber die Nachfrage das Angebot deutlich übersteigt und stetig zunimmt, brechen nun die Stadt und das Unternehmen zu einem gemeinsamen Projekt im Interkommunalen Gewerbegebiet auf. Ein Kooperationsvertrag zwischen der Carl Zeiss AG und der Stadt über die Schaffung eines betrieblich unterstützten Betreuungsangebots für Kinder sowie den Neubau und Betrieb einer Kindertagesstätte ganz in der Nähe von SMT wurde bereits vor einem Jahr auf den Weg gebracht.

Vorgehensweise auf einen Blick

Die Carl Zeiss AG und die Stadt Oberkochen werden noch in diesem Jahr eine betriebliche Kindertagesstätte mit insgesamt 90 Plätzen, 30 Krippen- und 60 Ganztagesbetreuungsplätze, im Interkommunalen Gewerbegebiet Oberkochen-Königsbronn errichten. Mit dieser Maßnahme will die Stadt dazu beitragen, die Attraktivität des Unternehmensstandorts von Carl Zeiss in Oberkochen weiter zu verbessern.

Die neue Kita wird acht Millionen Euro kosten, wobei die Stadt dem Unternehmen einen hälftigen Zuschuss für die Investitionskosten gewährt. Die Stadt wird zudem die Hälfte der jährlichen Betriebskosten für Personal sowie Sach- und Instandhaltungskosten übernehmen. Ferner erklärte sich die Stadt bereit, die Betriebsführung und Verwaltung für die geplante Kita zu übernehmen, sofern dies seitens der Carl Zeiss AG gewünscht wird.

Zehn Jahre Vertragslaufzeit

Die Vertragslaufzeit ist vorläufig für den Zeitraum von zehn Jahren terminiert und kann mit Zustimmung des Gemeinderats verlängert werden. Die Vorbereitungen für den Baustart und die Gespräche mit Carl Zeiss liefen auf vollen Touren, so Stadtbaumeister Johannes Thalheimer auf Nachfrage. Demnächst sollen dem Gemeinderat entsprechende Bau- und Gestaltungspläne vorgelegt werden.

Über den Standort im Interkommunalen Gewerbegebiet hatte es zunächst kontroverse Diskussionen im Gemeinderat gegeben. Während sich eine große Mehrheit fürs IKG aussprach, sprach Dr. Joachim Heppner (Bündnis 90/Die Grünen) von einer Fehlinvestition. Der monierte vor allem das nach seiner Ansicht große Versäumnis, den Kindergarten auf der „Heide“ zur Kindertagesstätte auszubauen.

Der Bedarf an Kita-Plätzen nimmt zu.“

Bürgermeister, Peter Traub

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