Wo sind mögliche Oberkochener Baugebiete?

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Die Auflistung von diversen Flächen für Wohnbebauung ist ernüchternd

Oberkochen. Die CDU-Fraktion hatte bereits im Dezember 2020 einen Antrag gestellt, wonach im Flächennutzungsplan 2025 dargestellte Wohnbauflächen eine Priorisierung erhalten sollten. Ina Wamsler vom Geschäftsbereich Stadtplanung und Bauwesen legte nun im Gemeinderat eine Auflistung vor, die im Grunde genommen ernüchternd ist. Nicht weil die Stadt nicht will, sondern weil bei fast allen Baugebieten die Hände irgendwie gebunden sind.

Bürgermeister Traub betonte, dass das Baugebiet „Kapellensteige“ zeitaufreibend sei – wegen der FFH-Mähwiesen, die nicht so einfach überplanbar sind. Man müsse an anderer Stelle FFH-Mähwiesen realisieren, die man aber nicht einfach aus dem Hut zaubern könne.“ Der Arten- und Biotopschutz schlägt voll durch“, sagte Bürgermeister Peter Traub.

„Spitztal Nordwest“

Rainer Kaufmann brachte das Gebiet „Spitztal Nordwest“ in die Diskussion. Ina Wamsler entgegnete, dass dort Leitungen der Landeswasserversorgung lägen. Martin Balle forderte zum wiederholten Mal eine „Sonderlösung für Oberkochen mit einem größeren Baugebiet“.

Zwei Gewanne nicht anpacken

Die Gewanne Wolfertstal und „Strick“ solle man am besten nicht anpacken, warnte der Bürgermeister. Das Wolfertstal sei sicherlich ein großes Gebiet, aber hätte aber beim Regionalverband und beim Regierungspräsidium kaum eine Realisierungschance. Eine Chronologie sein derzeit einfach nicht möglich, warf Götz Hopfensitz ein. Alles könne in ein paar Monaten schon Makulatur sein.

Richard Burger schlug vor, sich der Sache einmal im Technischen Ausschuss und nicht öffentlich anzunehmen. Dr. Joachim Heppner schlug vor, sich die Flächenplanung Oberkochens insgesamt einmal näher anzuschauen. Vor allem fürs Gewerbe habe man in den vergangenen zwanzig Jahren eine Menge Fläche realisiert und gerade bei den Gewerbegebieten habe man nicht das gemacht, was im Flächennutzungsplan enthalten ist. Vielmehr habe man „ad-hoc-Entscheidungen wie jetzt bei Oberkochen-Süd III“ getroffen.

Bedarf hinterfragen

„Wir sollten auch den Bedarf hinterfragen, die Bevölkerung in Oberkochen ist ja zurückgegangen“, mahnte Dr. Heppner. Auf keinen Fall solle man aufs Wolfertstal schielen, sondern vielmehr den Fokus auf Innenentwicklung richten. Lothar Schell

Flächen für Wohnbebauung in Oberkochen.

Rubriklistenbild: © privat

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