Zuerst Klopapier, jetzt Welpen

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Die Klasse 9c des Ernst-Abbe-Gymnasiums Oberkochen hat im SchwäPo-Projekt eine Glosse verfasst.

Aalen. Das SchwäPo-Projekt „Zeitung in der Schule“, kurz: ZiS, ist auch in Zeiten der Corona-Pandemie begehrt. Die Klasse 9c des Ernst-Abbe-Gymnasiums in Oberkochen hat zusammen mit ihrer Lehrerin Jana Borst im Projekt mitgemacht. Dabei ist die folgende Glosse entstanden.

Was Neuntklässler bewegt

Seit über einem Jahr leben wir mit Corona. Erst war Klopapier Mangelware, dann Hefe. Jetzt etwas komplett Anderes: Welpen. Alle haben gerade Unmengen an Zeit und es ist immer jemand zuhause. Die perfekte Zeit also, um sich einen Welpen anzuschaffen. So ein kleiner, süßer Hund als einziger zugelassener Kontakt, gesundheitlich unbedenklich, und als sinnvolle Beschäftigung wäre doch ganz nett. Die Züchter haben kilometerlange Wartelisten und können sich vor Anfragen kaum mehr retten. In den Tierheimen sucht man vergeblich nach irgendwelchen Hunden. Wer dann dennoch einen ergattert, geht anschließend in die Hundeschule. Doch die platzen jetzt auch aus allen Nähten: Vor allem in den Welpengruppen sind, statt bisher fünf bis sechs Welpen, auf einmal zwanzig! Wo man hinsieht, überall wuseln die ach so putzigen Tierchen herum. Und im Sommer ist der Welpe dann groß, macht nur Ärger, weil er nicht richtig erzogen wurde und kann nicht alleine bleiben, weil ja immer jemand zuhause war. Und eigentlich wollte man schon seit Jahren nach Thailand fliegen. Was dann? Dann landet der so geliebte, umsorgte Hund irgendwo im wieder überfüllten Tierheim.

Zum ZiS-Projekt anmelden: www.schwaebische-post.de/leserangebote/zeitung-in-der-schule/

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