Alfons mit Puschel

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Emmanuel Peterfalvi alias „Alfons“.

Der Mann mit dem Puschelmikrofon beim Kleinkunstfrühling

Hüttlingen. „Alfons“, ein Radio- und Fernseh-Mann, der als Straßenreporter so gern mit harmlosestem Gesicht die frechsten Fragen stellt und dabei die herrlichsten Antworten bekommt. Das bedeutet volles Haus im Bürgersaal - und die Erwartungen seiner weit über 400 Gäste wurden absolut erfüllt.

Gleich mehrere seiner einzigartigen Reportagen hat der Gewinner des Deutschen Kabarettpreises mitgebracht. Etwa die vom Senioren-Seminar der Deutschen Bahn zur babyleichten Bedienung der Fahrkartenautomaten – an der auch der Seminarleiter kolossal scheitert.

Gekonnt nimmt „Alfons“ alias Emmanuel Peterfalvi auf die Schippe. Erzählt von seinen Klopapiergeschäften im März 2020. Wie ihm einer zehn Euro für eine Rolle geboten hat. „Ich hab' gesagt, du bist doch nicht ganz dicht.“ Kunstpause. „Wir haben uns dann auf 20 Euro geeinigt.“

Der Träger des Bundesverdienstkreuzes nimmt sich Themen, die beschäftigen, bewegen. Verpackt sie in seine Anekdoten. Und trifft mit spielerischer Leichtigkeit den Kern der Sache.

Selbstironie kann er genauso, wie Franzosen und Deutschen kritisch-ironisch den Spiegel vorhalten. „Alfons“ erklärt etwa, wie es zum Elyseevertrag kam: „Eigentlich wollten wir Franzosen ja einfach einen guten Rotwein zusammen mit unseren neuen Freunden trinken, aber die Deutschen kamen gleich mit einem Vertrag an und wir wollten nicht schon wieder Streit“. Oder welche Qualitäten Macron bei seiner ersten Wahl für seine Landsleute hatte: „Der hat mit 15 eine 24 Jahre ältere Lehrerin verführt.“

Sein Steckenpferd sind aber seine Was-fürs-Herz-Geschichten. Zum Beispiel, wie der Äquatorial-Guineer Eric Moussambani zu den olympischen Spielen in Sydney kam, obwohl er grade mal Seepferdchenqualitäten aufweisen konnte. pe

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