Anna Caterina Fadda: Wie ein Kindheitstraum wahr wird

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Anna Fadda ist Schauspielerin am Theater der Stadt Aalen.
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Die 28-jährige Anna Caterina Fadda spielt in „Pünktchen trifft Anton“ eine Hauptrolle. Wie die gebürtige Hamburgerin vom Theater zu den Medien und wieder zurück auf die Bühne fand.

Aalen. Tanzen kann sie. Singen. Ziemlich jung wirken. Und italienisch kochen. Letzteres freilich spielt auf der Bühne im Aalener Kulturbahnhof keine Rolle. Dort spielt Anna Caterina Fadda im aktuellen Weihnachtsstück „Pünktchen trifft Anton“ unter Regisseur Winfried Tobias das Pünktchen. Eine Rolle, die wie gemacht scheint für die immerhin 28-jährige Hamburgerin, die auch italienische Wurzeln hat.

„Anna singt und tanzt mehr durch das Leben, als dass sie durch dieses geht. So stand es in der Grundschule mal in einer Beurteilung“, erinnert sich Anna Fadda. Sie sitzt in Pünktchens „Zimmer“ auf der Bühne im KubAA. „In der Schule hat das mit dem Schauspielen angefangen“, sagt sie. Mit dem „Karneval der Tiere“. Oder einer TV-Episodenrolle im „Landarzt“. „Das hat so viel Spaß gemacht. Und ich war als Kind auch frech und nicht auf dem Mund gefallen“, erzählt Anna Fadda und erklärt das auch damit, dass sie als Kind viel mit Erwachsenen zusammen war. Ihr Vater ist Sarde, die Familie hat ein Restaurant in Hamburg-Eimsbüttel. „Ich war immer dabei und habe auch geholfen.“

Ihr Weg in die professionelle Schauspielerei dauert trotz Schultheaters ein wenig. Anna Fadda studiert nach dem Abitur erst einmal in Hamburg „Angewandte Medien“. Sie habe schon immer auch gern geschrieben, erklärt sie diese Wahl. An der Hochschule belegt sie auch einen Kurs, in dem auch ein Theaterstück geübt wird. „Frühlingserwachen“, sie spielt die Wendla. „Ich habe auf der Bühne gestanden und wusste plötzlich: ich muss es noch einmal probieren“, erinnert sie sich. Ihr Kindheitstraum, von dem sie „durch private Sachen abgekommen“ war, wie die 28-Jährige erklärt, sollte noch wahr werden.

Engagement am St. Pauli Theater

Sie ist 23, als sie vorspricht, machte nebenher ihren Bachelor, dann klappt es in Stuttgart an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. Also geht es direkt weiter. „Ich bin ziemlich belastbar“, sagt Anna Fadda über diesen Turbo. „Und meine Eltern haben mich schon immer unterstützt.“ Natürlich kommt zwischendurch auch die Idee auf, dass das einzige Kind Anna das Restaurant ja irgendwann auch noch nebenbei machen könnte. „Da müsste ich mich aber komplett zweiteilen können“, sagt sie dazu. Und Nein.

Die Bühne, für Anna Fadda ist sie verbunden mit einem „Gefühl der Aufregung, aber auch Heimat und Ankunft.“ Als Kind sei sie elektrisiert gewesen, wenn sie ein Stück gesehen habe. „Dann habe ich verstanden: ich will Teil von dieser Welt werden, Geschichten erzählen, Denkanstöße geben.“ Und so schwierig die Welt auch sei, das alle könne man mitunter auch mit einem Lächeln begleiten.

2021 hat Anna Fadda ihre Schauspielausbildung beendet. Sie hat seitdem im Harz „mitten im Wald gespielt“, aber auch am St. Pauli Theater Hamburg vor 400 Menschen die Margot aus „Das perfekte Geheimnis“. Mit Kollegen, die Sebastian Brezzel oder Oliver Mommsen heißen. Deren Namen sie selbst nicht nennt, die man aber googeln kann. „Ich kann von den Kollegen viel lernen und bei einer Boulevardkomödie auch“, sagt sie nur. „Ich stürze mich aber gerne auch in dramatische Rollen. Ich glaube, ich habe einen guten Zugang zu meinen Emotionen.“

Lady Macbeth im Blick

Auch Film reizt sie - eine kleine Rolle hatte sie als Erwachsene bereits in der Sky-Doku „Costa Concordia“ oder Kurzfilmen. „Am liebsten würde ich beides machen.“ Was in Deutschland nicht so einfach sei. Aber ohnehin würden sich ihre Wünsche alle paar Monate ändern. „Mal will ich nach New York. Dann wieder ein festes Engagement. Ich kann mich ein bisschen schwer entscheiden, weil alles so viel Spaß macht“, lacht sie. Vom Aussehen her werde sie immer mit ein wenig jüngeren Rollen besetzt. „Das passt so, die Großen kann ich mir für später aufheben“, sagt sie. Lady Macbeth zum Beispiel, die sie gerne einmal spielen würde.

Wenn sie Zeit hat, kocht die 28-Jährige gerne. Frisches Olivenöl und Knoblauch - das gehört einfach dazu, auch wenn die frischen sardischen Tomaten fehlen. Früher ist Anna Fadda viel geschwommen und auch geritten - doch dazu hat sie im Moment keine Gelegenheit. In Aalen fühlt sie sich wohl, auch wenn die Nähe zum Meer fehlt. Wasser hat sie hier auch schon entdeckt, ebenso die Enten im Aalener Stadtgarten. „Natur, Wasser, Wind, das erdet mich“, sagt sie. Tanzen und Singen sicher auch.

Nächste Termine: „Pünktchen trifft Anton“: Sonntag, 11. Dezember und Sonntag, 18. Dezember, jeweils 15 Uhr. Mittwoch, 28. Dezember, 15 Uhr, KubAA.

Anna Fadda ist Schauspielerin am Theater der Stadt Aalen.
Anna Fadda ist Schauspielerin am Theater der Stadt Aalen.
Anna Fadda ist Schauspielerin am Theater der Stadt Aalen.
Anna Fadda ist Schauspielerin am Theater der Stadt Aalen.
Anna Fadda ist Schauspielerin am Theater der Stadt Aalen.
Anna Fadda ist Schauspielerin am Theater der Stadt Aalen.Foto: Oliver Giers

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