Ausstellung verabschiedet sich mit großer Zeremonie

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Herzogin Diane von Württemberg bei der Finissage ihrer Ausstellung im Museum Gmünd. Links OB Richard Arnold, rechts Joachim Haller.
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Herzogin Diane von Württemberg kommt zum Abschluss ihrer Schau ins Museum Gmünd.

Schwäbisch Gmünd. Fünf Farbräume stehen für die fünf Kapitel der Ausstellung „Dx Diane zu Gast in Gmünd. Kunst über Grenzen“. In Rot getaucht ist das Kapitel „Opera de Gmund“. Zum Ausstellungsende steht die Farbe Rot noch einmal im Mittelpunkt. Am Ende einer Ballettaufführung zu den Klängen von „La Vie en Rose“ überreichte Tänzerin Ekaterina Andreeva eine rote Rose an Herzogin Diane von Württemberg. Der Beifall der Besucherinnen und Besucher der Finissage gilt Künstlerin wie Balletttänzerin zu gleich.

Krönender Abschluss für eine Ausstellung, die es zu Beginn nicht leicht hatte. An eine Vernissage war im Mai nicht zu denken. Erste Rundgänge waren nur online möglich. Mit der Öffnung Ende Juni kam das Publikum aber in großer Zahl. Daran erinnerte Oberbürgermeister Richard Arnold am Sonntag im Prediger.

Dabei geht es nicht allein um die Ausstellung. 2009 hat Diane von Württemberg, Prinzessin von Frankreich, auf Initiative von Richard Arnolds Mann Stephan Kirchenbauer-Arnold die Gmünder Felsenkirche Salvator besucht. Start für eine Sanierung dieses „Ortes der Spiritualität“, wie Arnold sagte. Dort hat sich die Herzogin ebenso eingebracht wie für die Staufersaga, großzügig hat sie dafür Stoffe und Gewänder zur Verfügung gestellt. Gundi Mertens, stellvertretende Vorsitzende des Vereins Staufersaga, bedankte sich dafür ganz besonders und kündigte fürs kommende Jahr eine Modenschau im Prediger an, bei der die edlen Gewänder im Mittelpunkt stehen werden.

Museumsleiter Dr. Max Tillmann sieht in dieser zu Ende gegangenen Ausstellung „eine Referenz an eine leidenschaftliche und ungemeine facettenreiche Künstlerin“. DxDiane zu Gast in Gmünd.“ Kunst über Grenzen“ greife, dem Titel entsprechend, den gattungsübergreifenden Aspekt im Werk der Künstlerin auf, deren Oeuvre sich von Gemälden, Skulpturen bis zur Haute Couture spannt. „Kunst über Grenzen – Art sans frontière“ verweise aber auch auf die Künstlerin, die in ihrer Biografie kulturelle und nationale Grenzen überwunden hat, und als Künstlerin Konventionen überschreitet, um sich auf die Essenz des Menschlichen und der Empfindung zu konzentrieren.

70 Arbeiten eröffneten einen Blick auf bislang noch gar nicht oder kaum Gesehenes: silbernes Tafelgerät, Schmuck, Gürtelschließen, kostbare Textilien, Couture und Mobiliar. Dr. Max Tillmann: „Dieses facettenreiche künstlerische Profil findet vielfache Entsprechungen in den Sammlungen des Museums und bettet die Präsentation damit in die kunsthandwerkliche Tradition der Gold- und Silberstadt Schwäbisch Gmünd ein.“

Die Ausstellung im Museum, eigentlich schon für 2020 geplant und wegen Corona verschoben, schätzt auch die Künstlerin selbst. „Ich bin immer glücklich in Schwäbisch Gmünd“, sagt sie dem Publikum der Finissage. Und sie freue sich, wenn sie helfen könne. Das tut sie weltweit mit der „Diane Herzogin von Württemberg, Prinzessin von Frankreich-Stiftung“ und immer wieder auch vor Ort.

An die Stauferstadt Schwäbisch Gmünd wird sich die Künstlerin immer wieder erinnern. Erst recht, weil ihr Oberbürgermeister Richard Arnold zum Abschluss ein silbernes Einhorn mit einem Rubin an der Spitze überreicht.

Kuno Staudenmaier

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