Beethovens Leben musikalisch erzählt

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Hans-Roman Kitterer spielt Beethoven.
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Hans-Roman Kitterer lädt zu einem musikalisch-szenischen Abend in den KubAA.

Aalen. „Beethoven 251 Jahre“ - eine Begegnung mit dem großen Komponisten verspricht ein musikalisch-szenischer Abend am Freitag, 17. und Samstag, 18. Dezember im Kulturbahnhof Aalen. Der Pianist Hans-Roman Kitterer interpretiert bekannte und unbekannte Klavierwerke Ludwig van Beethovens. Zwei Schauspieler des Theaters lassen den Komponisten in Texten lebendig werden.

Die Premiere fand aus Anlass des 250. Geburtstags des Komponisten bereits im November vergangenen Jahres statt. Kurz bevor der Lockdown alle Kulturveranstaltungen unmöglich machte. Das Interesse sei groß gewesen, das Konzert damals ausverkauft, erinnert sich Hans-Roman Kitterer. Deshalb habe man sich entschlossen, zwei weitere Termine anzubieten. Auch wenn das Jubiläumsjahr längst vorbei ist: „Beethoven ist ein zeitloses Genie“, sagt Kitterer.

Er hat den Abend selbst konzipiert. Hat Texte und Zitate von der Kindheit bis zum Tod des Komponisten zusammengestellt, in „freier Interpretation“, wie er betont. Dazu die passenden Musikstücke ausgewählt. Bekannte Werke wie die Mondscheinsonate, „Appassionata“ und „Für Elise“ stehen auf dem Programm. Aber auch eher Unbekanntes wird zu hören sein – komplett oder in Auszügen. Insgesamt etwa 20 Stücke aus allen Lebensphasen, darunter eine frühe Jugendsonate und auch sehr spät entstandene Werke.

Auf der Bühne im Theatersaal gibt Arwid Klaws den Beethoven, Schauspielerin Margarete Lamprecht ist in verschiedenen Frauenrollen zu erleben. Sie verkörpert die Mutter Beethovens, seine Liebschaften, die adeligen Mäzeninnen und die Haushälterin. Szenisches Spiel und Musik gehen fließend ineinander über, beschreibt Kitterer. Er freut sich über die lebendige, stellenweise auch spontane Gestaltung der Dialoge durch die Schauspieler. „Sie haben sich viel Kreatives einfallen lassen.“ Und lobt den Saal. „Eine tolle Akustik“, sagt der Pianist.

Hans-Roman Kitterer hat in der Villa Stützel bereits musikalisch-szenische Biografien von Mendelssohn und Brahms eingespielt. Ein Format, was hervorragend ankomme, meint er. „Es ist schwierig, ein Publikum zwei Stunden lang mit Klaviermusik zu fesseln. Musik im Wechsel mit Schauspiel ist dagegen sehr kurzweilig.“ Beate Krannich

Info: Aufführungen sind am Freitag, 17. Dezember, sowie Samstag, 18. Dezember, jeweils 20 Uhr im Kubaa. Für Besucher gilt derzeit 2G+. Ein aktueller Test entfällt bei der Boosterimpfung und wenn der zweite Impftermin weniger als sechs Monate zurückliegt.

Hans Roman Kitterer.

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