Classic Brass beschert magische Momente

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Schönblick Classic Brass
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Die letzte Ausgabe von „Schönblick Klassik 2021/22“ überrascht mit vielfältiger Musik und bringt den Zuhörern auch den Hintergrund näher.

Schwäbisch Gmünd

Das Forum des Schönblicks füllte sich beim letzten Konzert von „Schönblick Klassik 2021/22“ mit 600 Besuchern zu „Classic Brass“, fünf Exzellenzmusiker, die sich um Trompeter Jürgen Gröblechner im Herbst 2009 als Gruppe formierten. Die fünf talentierten Musiker entfalteten „Magical Music“ mit Trompeten, Horn, Posaune und Tuba.

Die „Klangakrobaten“, wie das Konzertprogramm sie benennt, zogen in Werken „der Renaissance bis zur Moderne“ alle Register für Konzertmusik, Ballett, Oper und Volkslieder. Aber nicht nur das. Die wechselnden Moderatoren an Trompete bis Tuba zeigten auch komödiantisches Talent. Nicht nur Werke und Komponisten wurden dem Publikum näher gebracht, sondern auch ein Gefühl für die Entstehungszeit des Werks, für die Musiker selbst.

„So wurden früher Könige musikalisch begrüßt, heute Sie!“, lautete die Erklärung zum Rondeau von Jean Joseph Mouret, mit dem die fünf musizierend in das Forum einzogen. Spannend zu hören, dass Alessandra Marcellos „Concerto in d-Moll“ von Johann Sebastian Bach und Antonio Vivaldi „bearbeitet“ wurde, der Komponist selbst eher unbekannt blieb.

Mozarts „Arie der Nacht“, Griegs „Peer-Gynt-Suite“ wirken mit Blechbläsern anders, doch mit diesen erstklassigen Musikern sind sie ein tolles Hörerlebnis. Nach der Pause steigerten sich die Instrumentalisten mit Einzelsoli. In „Der Karneval von Venedig“ bewies Roland Krem langen Atem mit der Tuba, vom Publikum mit begeistertem Applaus belohnt.

Eine perfekte Illusion der Spitzentänzerinnen in einem Medley aus Tschaikowkis „Schwanensee“ erzeugten die Bläser mit ihrer Interpretation. In Elvis Presley „Can’t help falling in Love“ erklangen von Christian Fath, Horn, und Szalbolcs Horváth, Posaune, in ihren Soli sehr eigenwillige Interpretationen. Dann Posaunist Horváth mit der temperamentvoll gespielten Ouvertüre zu Piazzollas Oper „María de Buenos Aires“. Er spielte nicht nur sein Instrument mit Verve, er brachte gleichzeitig ein wahres Charmegewitter auf die Bühne.

Den Abschluss gab „LiedGUT – wonderful“, ein Gang durch bekannte Volkslieder, raffiniert arrangiert von Christian Fath, der das Horn spielte. „Das war einsame Spitze, habe den Eindruck, Corona hat euch zur Höchstleistung gebracht, Spielfreude gespürt und gesehen!“, lobte Martin Scheuermann zum Schluss nach den „standig ovations“, die die Musiker mit Zugaben belohnten und Brahms „Guten Abend, gut’ Nacht“, bei dem man hören durfte, wie zärtlich Classic Brass in „Magical Music“ klingen kann.

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