Das Collegium Musicum spielt Mozart und Ramb

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Hans-Roman Kitterer glänzt am Flügel beim Konzert unter Leitung von Manuel Durão auf der Kapfenburg.

Lauchheim Für die Herbstserenade wartete das Collegium Musicum mit einem anspruchsvollen Programm und einer ansehnlichen musikalischen Gestaltung auf. Das Klavierkonzert Nr. 14 g-moll von Mozart stand auf dem einstündigen Programm und ein Werk von Jan Friedrich Ramb (*1963) sowie ein kurzes Konzert für Streicher von A. Vivaldi, am Ende eine romantische „norwegische Volksmelodie“ von J.S. Svendsen.

Hans-Roman Kitterer war der Solist des Mozart-Konzertes, klar, virtuos und mit prächtiger Spielfreude interpretierte der nebenberufliche Profi das wunderbare Werk. Das Orchester unter der Leitung von Manuel Durão war in engem kommunikativem Kontakt mit dem Solisten und rundete das dreisätzige Stück zu einem schönen Konzerterlebnis für das große Publikum im Konzertsaal von Schloss Kapfenburg ab.

Eine komplexe Aufgabe für das Orchester war die moderne Komposition des norddeutschen Komponisten und Organisten Jan Friedrich Ramb. Musikalisch beschrieben wird eine Entwicklung aus einer Stimmung der Zerrissenheit und Vielfalt in eine entspannte Ruhe, aus der dramatischen Dissonanz in die Harmonie. Sieben Einzelstücke haben Bezeichnungen wie Expositio, Perpetuum mobile, Effugium und Consolatio, im Zentrum steht eine Passacaglia.

Das sehr interessante und in weiten Teilen schön anzuhörende Werk bedient sich allerlei Ausdrucksformen der Orchestermusik wie Fugato, Pizzicato, Glissandi und solistische Passagen, die von den Stimmführenden der Geigen, Celli, Bratschen gekonnt gespielt wurden. Das Orchester bewältigte die herausfordernde Aufgabe durch das sorgfältige Dirigat von Manuel Durão, einem langjährigen Freund des im Konzert anwesenden Komponisten.

Dem hübschen Eindruck des kleinen Vivaldikonzertes zu Beginn und der sinfonischen Volksmusik am Ende taten Intonationsschwächen der Tuttigeigen keinen Abbruch.

⋌⋌Rainer Wiese

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