Der Musikwinter startet wieder

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Eine bunte Programm-Palette verspricht die 35. Saison des Gschwender Musikwinters.
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In vier Wochen beginnt die 35. Saison des Gschwender Musikwinters. Das neue Programm umfasst 27 attraktive Einzelveranstaltungen.

Gschwend

Der lange Lockdown in Pandemiezeiten hinterließ auch beim Gschwender Musikwinter in der vergangenen Saison deutliche Spuren. Viele Veranstaltungen mussten ausfallen, etliche Vorträge konnten nur im Live-Streaming verfolgt werden. Beim Pressegespräch mit Rainer Klein, Horst Niermann, Karin Schöntag und Hans-Peter Rzesnitzek war von Resignation jedoch nicht die Rede. Die Verantwortlichen unter Führung von Rainer Klein machen sich mit viel Elan ans Werk, um erneut ein hochwertiges Programmangebot auf die Beine zu stellen.

Der traditionsreiche Jazzclub wird am Samstag, 23. Oktober, in der Gemeindehalle mit der isländischen Gruppe ADHD eröffnet. Die vierköpfige Formation startet in Gschwend eine längere Tournee durch Mitteleuropa. Als weltweit präsentes Quartett unter Führung der Musikerin “Jazz Ahmed“ (Trompete, Flügelhorn) ist am 13. November unter dem Titel „La Saboteuse“ arabisch eingefärbter Jazz zu hören. Für Jazzfreunde ist am 22. Januar mit Jakob Bro, Arve Henriksen und Jorge Rossy unter dem Titel „Uma Elmo“ ein weiterer Höhepunkt zu erwarten. Den Abschluss der Jazz-Reihe wird im März das Quintett „Petter Eldh’s KomaSaxo“ bilden.

Veranstaltungsort der Klassik ist die Evangelische Kirche. Das Konzert von Maria Reiter und Christian Gruber „Divertimenti“ musste in der letzten Saison abgesagt werden und soll nun am 6. November nachgeholt werden. Zum zwölften Mal wird wieder das Fauré-Quartett am 27. November mit Werken von Fauré, Dvorák und Brahms zu hören sein. Der Koblenzer Jan Nigges (Blockflöte) wird zusammen mit befreundeten Musikern unter dem Motto „Barock total!“ am 15. Januar für musikalische Überraschungen sorgen.

Die Literaturreihe setzt sich schwerpunktmäßig mit einem besonderen Aspekt der Migration auseinander: „Auf Deutsch. Aber nicht von hier“. In der Tradition von Adalbert von Chamisso, der eigentlich Franzose war, aber wichtige Texte in deutscher Sprache verfasste, werden am 11. Dezember im Bilderhaus die in der Ukraine geborenen Literaturwissenschaftlerinnen Natalie Blum Barth und Dr. Stefaniye Ptashnyk darüber sprechen. Im März erzählt Ilija Trojanow über seine Zeit nach der Flucht aus Bulgarien und im gleichen Monat gibt es dann noch eine Lesung aus den Werken von Sudabeh Mohafez, die in Teheran geboren wurde und heute in Schwäbisch Hall lebt. Als ihre Gesprächspartnerin wird die Autorin Monika Rinck extra aus Wien anreisen.

Ein neues Gesprächsformat zwischen versierten Journalisten möchte Wolfgang Heim im Bilderhaus auf die Bühne bringen. Der Interviewspezialist von SWR 1 „Leute“ ist am 15. Dezember mit dem ARD-Fernsehkorrespondenten Jörg Armbruster zu erleben, am 19. Januar kommt der ehemalige Tagesthemen-Moderator Thomas Roth.

Die Rendezvous-Reihe beschäftigt sich in dieser Saison in sechs Veranstaltungen mit dem Spannungsfeld zwischen Ökologie und Freiheit. Wissenschaftler wie Ulrike Ackermann (17. November), Urs Niggli (8. Dezember), Ralf Fücks (2. Februar) thematisieren sowohl den Begriff der Freiheit als auch der Ökologie. Dazwischen (26. Januar) wird Nisha Toussaint-Teachout aus Stuttgart über ihre speziellen Erfahrungen als Freitagsdemonstrantin im Sinne von Greta Thunberg berichten. Weitere Veranstaltungen, auch eine zunächst abgesagte mit Maja Göpel, ergänzen das thematische Spektrum.

In der Reihe „Weltreligionen“ wird am 30. März Professor Hubert Wolf in einem Vortrag Einblicke in die geheimen Akten des Vatikans geben. Dass sich die Kirche gegenwärtig in einer schwierigen Situation befindet, bringt Lisa Kötter („Schweigen war gestern“) bereits am 1. Dezember zur Sprache.

Ein Familienprogramm und spezielle Schulvorstellungen werden das Programm ergänzen.

Der Einlass ins Bilderhaus, in die Gemeindehalle oder die Evangelische Kirche ist derzeit nur unter den 3-G-Bedingungen (getestet, geimpft, genesen) möglich. Die Lüftungsanlage im Bilderhaus sei optimal. Der Ticketverkauf, der bei den Vorverkaufsstellen, im Onlineshop und im Bilderhaus möglich ist, wurde personalisiert. Vorgeschriebene Abstände zwischen den Sitzplätzen seien eingeplant. Bei Jazz-Konzerten in der Gemeindehalle seien Tickets in der Preiskategorie 1 nur tischweise für maximal vier Personen erhältlich.

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