Die Magie von Müll und Schatten

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Sarah Gros NF und Chris Kaiser Foto: Hubert Minsch
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Am Freitag, 18. November, ist das Theaterensemble Kaleidolux mit seiner mobilen Bühne unterwegs.

Schwäbisch Gmünd. In drei Einkaufswagen kann eine ganze Welt hineinpassen. Zumindest eine ganze Theaterwelt. Denn mit drei solchen Wagen macht sich das Theater Kaleidolux am Freitag, 18. November, in der Schwäbisch Gmünder Innenstadt auf den Weg. Eine mobile Bühne, die überall hingehen kann, wie Sarah Gros NF von Kaleidolux erklärt.

„Upcyling Shadow - Nachtschattengewächse“ unter diesem Titel steht der Schattentheater-Nachtspaziergang, der um 19 Uhr an der Münster-Fassade am Haupteingang losgeht. Allerdings nur, wenn es nicht regnet, wie Gros erklärt. Dann kann auch Peter Nickel mit seinem Cello dabei sein. Eingeladen sind alle dazu unter dem Motto: Jeder, der kann, bezahlt, was er möchte.

„Wir sind schlecht im Wegwerfen und gut im Tüfteln und Benutzen. Da war die Idee naheliegend, diese Wertigkeit, die wir den Dingen geben, auch zu vermitteln“, sagt die Theatermacherin. Und den Spaß daran. Denn wenn man Spaß an den Dingen habe, dann gebe man ihnen auch mehr Wertigkeit.

Fünf Szenen, fünf Ortswechsel - und das ganze Equipment dafür steckt in den drei Einkaufswagen „Im ersten die Technik, im zweiten die Figuren und im dritten das Bühnenbild und die Lampen“, sagt Sarah Gros NF. Wenn das Publikum komme, sein nach einer Vorbesichtigung am Tag zuvor schon die erste Szene vorbereitet. „Danach scheppern wir dann weiter zum nächsten Spielort“. Dort werde die Straßenlaterne dann mittels eines alten Laubsacks und eines Teleskopputzstabes vom Müll abgehängt. „Das Publikum sieht also neben der Magie der Schatten auch, wie wir arbeiten. Wie aus einem Joghurtbecher eine Taube wird, wie aus alten Kronkorken eine Marionette geworden ist.“, so Gros. „Wer lachen und Phantasie sehen möchte, der sieht ein buntes Stück. Wer genauer hinsehen möchte, der sieht dahinter auch die Achtsamkeit für scheinbar unwichtige Dinge.“

⋌⋌Dagmar Oltersdorf

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