Die malerische Sicht auf die „kleine Heimat“

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In der Museumsgalerie in Wasseralfingen werden noch bis zum 8. Mai Werke von Wolfgang Häberle gezeigt.

Gut besuchte Ausstellungseröffnung in Wasseralfingen mit Werken des Künstlers Wolfgang Häberle.

Aalen-Wasseralfingen. „Diese Ausstellung und Ihr Besuch bei dieser Ausstellungseröffnung sind Zeichen für die Sehnsucht nach Kultur, nach Kunst“, begrüßte Ortsvorsteherin Andrea Hatam die Besucher der Vernissage im Bürgersaal. Was mit viel Beifall honoriert wurde. Denn voll besetzt war der Saal zur Eröffnung der Ausstellung „Die Serie als Prinzip“ mit Werken des Künstlers Wolfgang Häberle.

„Wir sehen beeindruckende Bilder, teils mit lokalem Bezug in den Werken, die Häberle zum „Letzten Guss“ im SHW 2019 gemalt hat“, ergänzte sie und bedauerte, dass der Künstler selbst wegen eines Krankenhausaufenthalts nicht anwesend sein konnte. Sie dankte Kurator Joachim Wagenblast und seinen Helfern für die Organisation der Ausstellung.

OB Frederick Brütting sagte, man zeige trotz der zähen Pandemie einen zähen Willen, an Kunst festzuhalten, und kündigte an, dass „die Stadt in diesen außerordentlichen Ort für Kunst und Kultur im Bürgerhaus investieren wird“. Hier könne man in Frieden und Freiheit Kunst zeigen und darüber diskutieren, was man derzeit in der Ukraine wegen des Angriffs der Russen und in Russland wegen der Unterdrückung durch den Staat nicht könne.

Galerist und Kunsthändler Rudolph Bayer, wie Häberle aus Bietigheim-Bissingen, führte in die Ausstellung ein. Er hatte mit Wagenblast bereits die erste Ausstellung mit Werken von Wolfgang Häberle vor 15 Jahren in der Rathausgalerie in Aalen organisiert. „Kunst und Kultur können ein Gegengift in schwierigen Zeiten sein“, sagte er. „Kunst ist zweckfrei und gut gegen verrückte Diktatoren und ihre Gedanken“, ergänzte er unter Applaus.

Der heute 70-jährige Häberle war ab 1980 als Kunsterzieher „sein eigener Mäzen“, wie er selbst laut Bayer sagt. Seit damals stellt er auch aus. Häberle komme eigentlich aus dem Bereich Landschaft und Zeichnung, sei aber auch immer wieder neue Wege gegangen, „auch zur Überraschung seiner Freunde und Bewunderer“.

Serien seien bestimmend in seinem Werk, sie spielten mit dem Motiv und seinen Variationen. Die Serie „Kleine Heimat“ – Darstellungen der schwäbischen Brezel in verschiedenen Formen und Größen  – sei beispielsweise das Symbol für die schwäbische Heimat, für Empfindung, Geschmack und Erinnerungen an sie. Die Serie „Brandenburger Tor“ – dargestellt in über 1000 Werken – Zeichen für die Heimat Deutschland. Weitere ausgestellte Serien sind Bilder, in denen er Menschen auf ironische Weise darstellt, Bilder von Weinbergen und anderes. 

Umrahmt wurde die Eröffnung von einem Bläserquartett der Musikschule. ⋌je

Geöffnet ist die Ausstellung in der Museumsgalerie des Bürgerhauses Wasseralfingen freitags, samstags,  sonntags und an Feiertagen (außer Karfreitag) von 14 bis 18 Uhr.

Ortsvorsteherin Andrea Hatam (rechts) begrüßte zur Ausstellungseröffnung zahlreiche Gäste, darunter Kurator Joachim Wagenblast und Oberbürgermeister Frederick Brütting (v. v. re.).
Galerist Rudolph Bayer (rechts) führte in die Ausstellung in der Museumsgalerie ein.

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