Ein Preis und ein kleines, hochkarätiges Konzert

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Promis und Preisträger (von links): Matthias Hinderberger, Klaus Pavel, Yuriy Hadzetskyy, Ekaterina Chayka-Rubinstein, Dr. Rieger, Dr. Bayaz, Moritz von Woellwarth
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Festliche Verleihung des Trude Eipperle Rieger-Preises für Gesangstalente auf Schloss Kapfenburg und eine runde Rede des Finanzministers Danyal Bayaz.

Lauchheim-Hülen

Im Trude Eipperle Rieger-Konzertsaal wurde am Donnerstag der Trude Eipperle

Rieger-Preis verliehen, zum 16. Mal und in Zusammenarbeit mit der Hugo-Wolff-Akademie. Preisträger 2021 sind die Mezzosopranistin Ekaterina Chayka-Rubinstein und der Bariton Yuriy Hadzetskyy.

Die Preisverleihung findet seit einigen Jahren innerhalb der Reihe „Begegnungen“ auf Schloss Kapfenburg statt, diesmal war der prominente Gastredner der baden-württembergische Finanzminister Dr. Danyal Bayaz. Eingeladen hatte die Eipperle-Rieger-Stiftung und die Internationale Musikschulakademie, der große Konzertsaal war voll.

Das Publikum bekam ein kleines, aber sehr schönes Konzert der beiden Preisträger zu hören. Ekaterina Chayka-Rubinstein trat mit der berühmten Orlowski-Arie aus der „Fledermaus“ von J. Strauss auf. Sie ließ ihren voluminösen Alt auch in den Tiefen strahlen, interpretierte das Stück mit großer musikalischer Geste, reichlich realistisch schossen die komponierten Hickser des trinkfreudigen Prinzen in den Saal. Ihr zweites Stück, ebenfalls begleitet von der vorzüglichen Pianistin Alina Shevchenko, war eine Ballade von Modest Mussorgsky, deren Inhalt (Klage einer Frau über ihren alleweil besoffenen Mann) die Sängerin vor dem ersten Ton erläuterte und dann mit theatraler Pose sang.

Yuriy Hadzetskyy stellte sich mit der prachtvollen Filippa-Arie von Gioachino Rossini vor und beeindruckte mit seinem strahlenden Bariton und seiner Sangeskunst ebenso wie mit seinem Schauspiel. Auch in drei „Ballades de François Villon“ von Debussy hatte er gute Gelegenheit, seine nahezu heldisch klingende Stimme auf das begeisterte Publikum wirken zu lassen.

Beide Preisträger gaben dann noch das neckische Duett von Figaro und Rosina aus dem „Barbier von Sevilla“, beide mit viel Schauspiel; der von der großartigen Pianistin Maria Yulin begleitete Arienvortrag wurde zum halbszenischen Ereignis.

Das erste Wort der Veranstaltung hatte Klaus Pavel. Der Landrat a.D. begrüßte in charmanter Ausführlichkeit das Publikum und all die Prominenz.

Finanzminister Danyal Bayaz machte eine gedankliche Tour durch aktuelle Themen wie die Liebe zum Grundgesetz, die Betroffenheit über den Anschlag auf die Synagoge vor zwei Jahren und „die Kunst als Tochter der Freiheit“. Er lobte den Mittelstand, konkret das Unternehmen Rieger für dessen Engagement für Kunst und Kultur und das Land Baden-Württemberg für das riesige Engagement für Innovation und Forschung. Hier sei man in einer Liga mit Israel und Kalifornien.

Am Ende der Veranstaltung wurden zwei Gründerväter der Stiftung Musikschulakademie Kulturzentrum Kapfenburg, Klaus Pavel und Matthias Hinderberger, aus ihren Ämtern im Stiftungsvorstand verabschiedet. Laudator war der Akademiedirektor a.D. Erich W. Hacker. Das letzte Wort hatte dessen Nachfolger Moritz von Woellwarth mit der Einladung an das ganze Publikum zum Empfang im Fruchtkasten der Kapfenburg.

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