Ein Priester und ein Kommunist

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Don Camillo und Peppone ist in Nördlingen zu sehen.

Don Camillo und Peppone im Nördlinger Klösterle.

Nördlingen. Wer kennt sie nicht, Goivannino Guareschis Geschichten vom Priester Don Camillo, der für die Sache Jesu auch schon mal die Ärmel aufkrempelt und dem nicht weniger streitbaren kommunistischen Bürgermeister Peppone. Aber anders als in der Realität, enden deren Auseinandersetzungen um Politik, Glaube und Leben immer mit einem zutiefst menschlichen Augenzwinkern und bieten der reichhaltigen Leserschaft bis heute Beispiel und Perspektive für ein pluralistisches Gesellschaftsbild.  Zu sehen ist das Stück am „Don Camillo zu Dritt“ am Donnerstag, 7. April, 20 Uhr, im Stadtsaal Klösterle in Nördlingen.

Guareschi hat mit seinen Geschichten von Don Camillo und dem Bürgermeister Peppone ein Stück Weltliteratur erschaffen, die, wie das Auseinanderdriften vieler Gesellschaften rund um den Globus immer wieder beweist, zeitlos ist. Gegen ihren Erfinder, den Journalisten und Schriftsteller Guareschi waren seine beiden Protagonisten Waisenknaben. Kaum aus deutscher Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt, nahm der tief katholisch geprägte, konservativ-royalistisch eingestellte Guareschi sofort den publizistischen Kampf gegen die gefühlte kommunistische Vereinnahmung seiner Heimat auf.  Revision hätte Kompromiss bedeutet. Und dieser kam für Guareschi, den erfolgreichsten italienischen Autor des 20. Jahrhunderts, nicht in Frage.

Karten sind ab sofort bei der Tourist-Information der Stadt Nördlingen, Leihaus, Marktplatz 2, oder dann an der Abendkasse im Stadtsaal „Klösterle“  zu bekommen.

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