Eine Erzählung von Trauer Abschied und Fantasie

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Im Stück „RIP Refrain“ wird das Leben zelebriert, um die Angst vor dem Verlust und dem Ende zu bekämpfen.
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Das Stück „RIP Refrain – eine Fabel in g-Moll“ feiert am 14. Januar Premiere in Aalen.

Aalen. Am Anfang stand ein Zeitungsartikel über ein unerklärliches Ereignis in Botswana im Juni 2020, erzählen die Autorinnen Lucie Dordoigne und Anais Durand-Mauptit über ihr Stück „RIP Refrain – eine Fabel in g-Moll“, das demnächst in Aalen aufgeführt wird. Premiere ist am Freitag, 14. Januar.

Der Artikel handelte von einer Gruppe von Elefanten, die sich nach einem wilden Tanz in den kollektiven Tod stürzte. „Das hat uns neugierig gemacht“, sagt Anais Durand-Mauptit im Pressegespräch. „Welche Rituale entwickeln wir, wenn der Tod nah ist? Wie gehen wir mit Krisen um?“, ergänzt die Schauspielerin, die in Aalen auch auf der Bühne stehen wird.

„RIP Refrain“ ist ein Stück mit einer klaren Erzählung sowie visuellen und musikalischen Elementen. „Es geht um Trauer und Abschied, aber auch darum, wie man dem Ende mit Fantasie begegnen kann“, beschreibt Dramaturgin Sarah Charlotte Becker. Kreislauf sei ein großes Thema, wie der Titel auch schon andeute: Tod und Leben, Freude und Trauer. „Wir wissen nicht, was nach dem Ende kommt“, so die Dramaturgin. Im Laufe der Inszenierung trete die Sprache zurück. „Es wird visueller und traumhafter.“

Zuständig für das Visuelle ist Hilke Fomferra. „Die Kostümideen sind aber gemeinsam entstanden“, sagt die Ausstatterin. Verschiedene Wesen werden auf der Bühne zu sehen sein: Kreaturen, inspiriert von Puppen, Elefanten, Karnevalsfiguren und „Erscheinungen einer zukünftigen Weltbevölkerung“. Eine Bildwelt, surrealistisch und fantasievoll.

Lucie Dordoigne und Anais Durand-Mauptit arbeiten unter dem Namen „Labande Dordur“ zusammen. Die beiden Autorinnen und Schauspielerinnen sind nicht nur für Regie und Performance zuständig, sie haben auch die Musik zum Stück komponiert. Ein Sounddesign aus eigenen Ideen und Zitaten.

„RIP Refrain“ ist ein Kooperationsprojekt mit der Akademie für Darstellende Kunst in Ludwigsburg. Anais Durand-Mauptit und Sarah Charlotte Becker sind Absolventinnen der Hochschule. Es ist bereits die zweite Zusammenarbeit mit dem Theater Aalen.

Darüber freut sich die zugeschaltete Ludwigsburger Rektorin Elisabeth Schweeger: „Ich schätze in Aalen die Neugier auf neue Formen und die Offenheit für neue Gedanken.“

Termine: Nur drei Mal wird „RIP Refrain“ aufgeführt. Am Freitag, 14. Januar, 20 Uhr (Premiere), Samstag, 15. Januar, 20 Uhr und Sonntag, 16. Januar, 19 Uhr. Alle Vorführungen finden im Kulturbahnhof Aalen statt.

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