Ende der Reise durch Raum und Zeit

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Die Ausstellung „Spaces“ im Schloss Untergröningen zeigte unter anderem „The family“ von Isaac Cordal. Hochkarätige zeitgenössische Kunst im ländlichen Raum zu präsentieren sei immer wieder eine Herausforderung, so Kuratorin Heidi Ha

Fulminenter Abschluss des 21. KISS Kunst- und Kultursommers auf Schloss Untergröningen. „SPACES“ lockte seit Mai tausende Besucher. Das Motto des nächsten Sommers steht schon fest.

Abtsgmünd-Untergröningen

Finissage der Ausstellung „SPACES“ im Schloss Untergröningen: Bei traumhaftem Sonnenschein begrüßte der Vorsitzende Martin König, musikalisch umrahmt von Felix Kogel am Akkordeon, die zahlreichen Gäste.

Er rekapitulierte die vergangenen Monate im Schloss Untergröningen, die ganz im Zeichen von „SPACES“ standen. Corona habe es dem Verein auch in diesem Jahr nicht einfach gemacht. Dennoch war die Ausstellung ein Riesenerfolg. Sein Dank richtete sich an alle Sponsoren und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, ohne die diese Ausstellung nicht möglich gewesen wäre, allen voran an Kuratorin Heidi Hahn.

Letztere erläuterte die Grundgedanken, die zu dieser Ausstellung führten. Entstanden sei sie aus der Praxis, da es nahe gelegen habe, jeden der 25 Räume des Schlosses einmal ganz für sich zu bespielen. Von da an hätten sich die Ideen auch schon selbstständig gemacht, denn das Thema „Raum“ biete wahrhaft viel „Spiel-Raum“.

Räume, die jede Menge Spiel-Raum bieten

So beschäftigte sich die Ausstellung mit Gedankenräumen, dem Diesseits und dem Jenseits, Traum-Räumen, dem Cyber-Space, dem Weltall und den Grenzen des Raumes. Bei Letzterem kann es auch mal abstrakt und hochmathematsch werden, wie die Kuratorin anhand der mathematischen Definition von Raum aufzeigte.

Auch ihr Dank galt allen, die sich auf „SPACES“ eingelassen haben. Ziel von KISS sei es, mehr Menschen über unterschiedlichste Zugänge für Kunst zu interessieren, so Heidi Hahn. Hochkarätige zeitgenössische Kunst im ländlichen Raum zu präsentieren sei immer wieder eine große Herausforderung. Daher glichen Ausstellungen wie „SPACES“ oft einem Experiment.

Auch Landrat Dr. Joachim Bläse sprach ein Grußwort und bedankte sich beim Verein, dem es immer wieder gelinge, erstklassige Künstler hierher zu bringen und damit Ausstellungen wie „SPACES“ möglich zu machen. KISS trage dazu bei, dass der Ostalbkreis in Sachen Kunst eine große Vielfalt bieten könne. Sein klares Bekenntnis: „Kunst und Kultur ist im Ostalbkreis Standortfaktor! Wir brauchen Highlights wie KISS.“

Anschließend gab Heidi Hahn eine letzte Führung durch die rund 1100 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Einzelne Künstler, die an „SPACES“ beteiligt waren, waren vor Ort und gaben den Gästen Einblicke in ihre Schaffensprozesse.

Im nächsten Jahr lautet das Motto des Kunst- und Kultursommers „Fantasma“. Die Planung steht schon, so die Kuratorin. Nun hofft der Verein auf ein, im Hinblick auf die Pandemie, weniger einschneidendes Jahr, damit unter anderem auch endlich wieder die Mitgliederausstellung stattfinden kann.

Bevor das KISS-Jahr 2021 zu Ende geht, wird es im November noch die alljährliche Kunststofftüten-Ausstellung zu sehen geben.

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