Experimente, Inszenierungen, dazwischen der Mensch

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Vernissage junger Künstler
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„Atelierräumung“ präsentiert, was junge Künstlerinnen im vergangenen Jahr geschaffen haben.

Schwäbisch Gmünd

Jedes Jahr werden von der Eduard-Dietenberger-Stiftung Atelierstipendien an Studierende für den Bereich Kunst vergeben. Zwölf Monate unterstützt die Stiftung die Stipendiaten finanziell und ideell; die in diesem Zeitrahmen entstandenen Kunstwerke werden in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert.

Nun konnten die diesjährigen Stipendiatinnen Magdalena Buschmann, Julia Zander und Helen Gramlich ihre Werke in einer Vernissage das erste Mal präsentieren. „Atelierräumung“ haben die drei Studentinnen ihre Ausstellung genannt, unter diesem „augenzwinkernden“ Titel zeigen die drei Künstlerinnen ihre im vergangenen Jahr entstandenen Werke und „räumen“ zeitgleich ihr Atelier für die folgenden Stipendiatinnen.

Magdalena Buschmann stammt aus Tübingen, sie studiert an der Gmünder Pädagogischen Hochschule, ebenso wie die Heubacherin Julia Zander und Helen Gramlich aus Hayingen auf Lehramt für Grundschule. Die drei Künstlerinnen empfanden die von der Stiftung ermöglichte Chance, in den Ateliers einen „kreativen Platz“ erhalten zu haben, als „Bereicherung“. Für Julia Zander war die Gemeinschaft mit anderen Kunstschaffenden eine „Inspiration“. In seiner Laudatio ging Professor Dr. Klaus Ripper von der Gmünder PH auf die Werke der einzelnen Studentinnen ein. Magdalena Buschmann sei die „Experimentierfreudige“, die sich in vielen Techniken, Inhalten und Stilen ausprobiert habe. Dabei entstanden großformatige, farbkräftige Malereien die sich häufig zwischen „Ornament, Geste und Zufall“ bewegen. In vielen Werken Buschmanns steckt der Mensch als Körper, als konkrete Person oder auch der Mensch in der Spur, die er in der Bewegung hinterlasse.

Helen Gramlich, als letztjährige Stipendiatin, konnte aus Pandemiegründen im vergangenen Jahr keine Ausstellung präsentieren, brachte aber ihre Werke noch einmal nach Gmünd.

Auch bei Gramlich steht der Mensch im Vordergrund, als Grafik, Druckgrafik und Malerei. Gramlich präsentiert den Menschen in seiner ganzen Gefühlsvielfalt, den „Mensch in seiner ganzen Existenz“.

Julia Zander inszeniere gerne, zuweilen sich selbst, Zander habe den Schwerpunkt bei ihren Arbeiten weniger auf das künstlerische Produkt, als vielmehr auf den Prozess gelegt. Dominik Rettenmayr, als Kuratoriumsmitglied der Eduard-Dietenberger-Stiftung, informierte in seinem Grußwort über die Stiftung, die überwiegend kulturelle Zwecke fördert. Der „Mahringer-Fonds“ diene dabei einem spezielleren Zweck nämlich der Förderung von Ausbildung und Schaffen junger Künstler und Künstlerinnen. Die Förderung besteht darin, den Kunstschaffenden vergünstigte Ateliermieten anzubieten. Die erste Ausstellung der Künstlerinnen Buschmann und Zander sei deren „künstlerischen Primiz“ Gramlich präsentiert ihre Werke bereits auf ihrer Internetseite, die von Rettenmayr als „wunderbar und sehr gut“ bezeichnet wurde.

  • Zwei Wochenenden geöffnet
  • Die Ausstellung in der UNIKOM-Galerie im Universitätspark 10 ist unter der Einhaltung der 2G-Regelung von Freitag, 3. Dezember, bis Sonntag, 5. Dezember, und von Freitag, 10. Dezember, bis Sonntag, 12. Dezember, jeweils von 15 Uhr bis 18 Uhr zu besichtigen. Die Malereien, Grafiken und Plastiken können bei der „Atelierräumung“ auch gekauft werden.
Vernissage junger Künstler
Bei der Eröffnung: Prof.Dr. Klaus Ripper und Donik Rettenmayr (vorne von links).
Vernissage junger Künstler
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