Festival Schloss Kapfenburg: Max Giesinger feiert und singt im Fanblock

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Immer dran an seinen Fans: Max Giesinger bei seinem Konzert beim Festival Schloss Kapfenburg. Foto: Peter Hageneder
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Rund 2300 Gäste sind beim Konzert dabei. Von A wie Applaus bis Z wie Zugabe: wie der Abend verlief.

Lauchheim-Hülen. Ein wenig sieht er ja aus wie Freddy Mercury, sagt eine junge Frau im Publikum. Stimmt. Weißes Achsel-Shirt und ein dichter Schnauzer über dem Fünftagebart. Allerdings ist bei Max Giesinger dann doch noch ein wenig Luft nach oben zur Pop-Legende. Sei es nun in Sachen internationaler Promifaktor oder Stimmumfang. Für seine 2300 Fans beim Festival Schloss Kapfenburg am Mittwochabend passte es auch eine Nummer kleiner. Sie feierten mit Giesinger seine Musik und dass sie ganz nah an ihm dran sein konnten. 

A wie Applaus: Läuft für Giesinger. Von Anfang an. Als der weiße Vorhang auf die Bühne fällt, steht die Band schon bereit für den ersten Song "Taxi". Der wird frenetisch bejubelt. "Irgendwann ist jetzt" - so der Titel von Giesingers Tour. Der Titel ist Programm. 

B wie Background-Chor: Klar, die Band ist auch irgendwie am Gesang beteiligt. Aber wer braucht schon einen Background-Chor, wenn die Hälfte im Publikum textsicher jedes Lied mitsingen kann. Und das nach Aufforderung auch inbrünstig tut.

C wie Corona: Max Giesinger erinnert sich an seine Strandkorbkonzerte während der Pandemie und freut sich, dass es nun wieder anders geht. "Hallo an alle hier" sagt er, lobt die familiäre Atmosphäre des "Schlossvorhofes". Das Bühnenbild als Kontrast: mal Häuserschluchten in Blau und Lila, mal ein Wald, wenn es zwischendurch ruhiger wird. 

D wie Dialekt:  "Sagt man hier auch 'dahanna'", will Giesinger von den "Loiden" wissen zwecks "kultureller Andockung". Der Wahl-Hamburger ist gebürtig im Landkreis Karlsruhe. Schwamm drüber, mögen sich die Verfechter schwäbischer Reinkultur im Publikum dazu denken: Proteste bleiben aus. 

G wie Gregor: Hägele mit Nachnamen. Er singt im Vorprogramm "Layla" und "Zuckerschock", Max Giesinger prophezeit dem Teilnehmer der "Voice of Germany"-Staffel 2017 in seiner Dankesrede, dass man noch viel von ihm hören werde. Mal sehen. Giesinger, damals noch unbekannt, war 2011 bei der ersten Staffel dabei und wurde Vierter. 

H wie Hits: Giesinger spielt seine erfolgreichsten Songs  wie "Wenn sie tanzt" oder "Auf das was noch kommt" in einem Mix aus Akustikversion und Live-Kracher.

K wie Karaoke: Genauer gesagt: Random-Karaoke, wie Giesinger es nennt. Der Sänger hat einen Stoffbeutel vorbereitet, in dem 100 Songs seien sollen. Das Publikum darf aussuchen, die Band spielt, Giesinger singt.  An diesem Abend sind es der Rammstein-Hit "Sonne" und "Time of my life" aus Dirty Dancing. Jennifer Warnes' Part übernimmt Gitarrist und instrumentalistische Allzweckwaffe Steffen Graef.  

M wie Mittendrin: Mitten auf den Stufen im Schlosshof, umgeben vom Publik gibt es eine  zweite Bühne. Immer wieder zieht Giesinger in Begleitung zweier Sicherheitsmänner dorthin. Unter anderem spielt er dort mit der Gitarre ein Akustik-Cover" von "Über den Wolken". Die entzückten Fans zücken ihre Handys. 

V wie Verpflegung:  Schwäbischer Schmorbraten mit Trollingersoße, Maultaschen geschmelzt und vegetarisch plus Kartoffelsalat. Das gab es für die Giesinger-Truppe auf Schloss Kapfenburg. "Die Künstlerinnen und Künstler wollen mittlerweile regionales Essen", sagt Rainer Koczwara von der Konzertagentur IMK.  "Bewusstes Essen ist weit verbreitet". Anders als vor zehn Jahren sei nichts Besonderes mehr gefordert. Nach dem Abend mit Giesinger, so erzählt Koczwara hinterher, sei das regionale Bier fast weggewesen. Im Kühlschrank stehen blieb eine bekannte norddeutsche Sorte.  

W wie Wiederkommen: "In ein, zwei Jahren" will Max Giesinger schon wiederkommen, wie er beim Konzert gleich mehrmals sagt. Offenbar gefällt es ihm auf der Kapfenburg ziemlich gut. 

Z wie Zugabe: Keine Frage: die Band ist vorbereitet. Drei Zugaben spielt sie mit Giesinger, darunter "80 Millionen", einen seiner größten Hits, den die Menge fast ekstatisch feiert. Dann ist Schluss mit "Für immer".  Aber sicher nicht für ewig. 

Max Giesinger-Konzert beim Festival Schloss Kapfenburg. Foto: dot
Mittendrin statt nur auf der Bühne: Max Giesinger. Foto: dot
Mittendrin statt nur auf der Bühne: Max Giesinger. Foto: dot
Max Giesinger beim Festival Schloss Kapfenburg.
Max Giesinger beim Festival Schloss Kapfenburg.
Max Giesinger beim Festival Schloss Kapfenburg.
Max Giesinger beim Festival Schloss Kapfenburg.
Gregor Hägele im Vorprogramm.
Immer mittendrin: Max Giesinger
Max Giesinger beim Festival Schloss Kapfenburg.
Max Giesinger beim Festival Schloss Kapfenburg.
Max Giesinger beim Festival Schloss Kapfenburg.

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