Festliche Bläserklänge zum Auftakt

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Das Würzburger Bläserensemble spielte ein Weihnachtskonzert in der Stadtkirche (v. l.): Jonathan Hock (Fagott), Manfred Lindner (Klarinette) und Hagen Bickel (Klarinette).
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Das Würzburger Bläserensemble der Hochschule für Musik spielt als Quintett bekannte Weihnachtslieder in der Stadtkirche.

Ellwangen

Noch einmal ganzweihnachtlich wurde es am ersten Sonntag des Jahres in derEllwanger Stadtkirche: Die evangelische Kirchengemeindehatte zum Weihnachtskonzert mit dem Bläserensemble der WürzburgerHochschule für Musik geladen. Rund 120 Zuhörer folgten, trotz2G-Regel sowie Masken- und Abstandspflicht – was für nahezu Vollbesetzung in den gelichteten Reihen der Stadtkirche sorgte. Mit viel Applaus dankten die Zuhörer den feinen Klängen des Ensembles, das so eine besinnliche Stunde nachweihnachtlicher Stimmung bescherte.

War im Vorjahr noch ein Gottesdienstunter Mitwirkung des Ensembles gefeiert worden, so setzte diesmal Stadtpfarrer Martin Schuster nur einen biblischen Impuls und sprach denSegen. Die Musiker – ein Quintett um den gebürtigen EllwangerJonathan Hock (Fagott) und Klarinetten-Professor Manfred Lindner –ließen in vier Blöcken viele bekannte und wenige unbekanntereWeihnachtslieder anklingen. Fast einem Medley gleich, wurden nur einoder zwei Strophen je Titel vom Ensemble interpretiert.

Hagen Bickel an der Klarinette,Stefanie Rehm am Fagott und Hornist Manuel Lugo komplettierten dasspielfreudige Quintett, das trotz junger Jahre hervorragendes Könnenmit Leichtigkeit präsentierte. Zu „Hört der Engel helle Lieder“bewegten sich die Virtuosen zum Auftakt aus dem Kirchenraum gemeinsam auf dieBühne zu. Mit „Ich steh' an deiner Krippen hier“, „Maria durchein Dornwald ging“ und „Herbei oh ihr Gläubigen“ ging esgetragen in den ersten Musikblock. Einfühlsam, glockenklarund feierlich glänzend waren die Arrangements, die darauf achteten,jedem Instrument Raum für seinen speziellen Klang zu geben. Sanftgeführt vom tieferen Fagott durfte das Horn die Höhen suchen unddie klaren Klarinetten ihre Melodien entfalten.

Für geistige Impulse passend zurWeihnachtszeit und zum Jahreswechsel sorgten kurze Gedichte, die die Musiker vortrugen: „Das neue Jahr“ von EmanuelMireau, „Neujahrslied“ von Johann Peter Hebel und das„Neujahrslied“ von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben. Inletzterem heißt es passend: „Ja, keine Zeit war jemals schlecht: - Injeder lebet fort - Gefühl für Wahrheit, Ehr' und Recht - Und fürein freies Wort. - Hinweg mit allem Weh und Ach! - Hinweg mit allemLeid! - Wir selbst sind Glück und Ungemach, - Wir selber sind dieZeit.“

Das ein Fest wie Weihnachten fröhlich gefeiert wird, machten „Ihr Kinderlein kommet“, „OTannenbaum“ und „kling Glöckchen klingelingeling“ deutlich.Kaum ein Klassiker fehlte, vom besinnlichen „Stille Nacht“ und„Vom Himmel hoch“ bis zum heiteren „Oh du fröhliche“. Bei„Alle Jahre wieder“ gehörte die erste Strophe demKlarinettenduo, die Zweite den Fagotten, bevor mit dem Horn ergänztwieder der gemeinsame Klang erreicht wurde – ein Genuss.

Vielehätten sicher gerne mitgesungen, was Pandemie-bedingt unter denMasken nicht erlaubt war, aber hoffen lässt, auf die nächsteVorweihnachtszeit, auf die zum Schluss „Macht hoch die Tür“ undals Zugabe „In der Weihnachtsbäckerei“ einstimmten.

Das Würzburger Bläserensemble spielte ein Weihnachtskonzert in der Stadtkirche (v. l.): Hagen Bickel (Klarinette), Stefanie Rehm (Fagott), Manuel Lugo (Horn), Jonathan Hock (Fagott) und Manfred Lindner (Klarinette).

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