Feurige Beats gegen die Hitze 

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Cosmo Klein

Als Vorgeschmack auf das Festival im November geben auf Einladung des Vereins Kunterbunt Cosmo Klein und Cimafunk ein Konzert im Aalener Kulturbahnhof.

Cosmo Klein
Cosmo Klein
Cimafunk
Cimafunk
Cimafunk
Cimafunk
Cimafunk
Cimafunk

Aalen.  Es gibt verschiedene Wege mit der Hitze der letzten Zeit umzugehen. Viele zieht es an einen See, ins Freibad oder in die Biergärten, wo sie im Schatten versuchen der Sonne zu entfliehen. Andere trotzen den hohen Temperaturen und machen sich auf, um etwas zu erleben, das die heißen Tage erträglicher macht. Eine solche Möglichkeit bot das Doppelkonzert von CosmoKlein und Cimafunk am Donnerstagabend. Leider hatte sich die Mehrzahl für den See oder den Biergarten entschieden und so war der Saal nur zu einem guten Drittel gefüllt, als CosmoKlein auf die Bühne kam. Doch ihn und seine Band, die sich aus Musikern aus seinem selbst gegründeten Musikerkollektiv Cosmopolytix zusammensetzte und die zum ersten Mal in dieser Formation spielten, schien das nicht zu stören.

Sie hatten sichtlich Spaß an der Musik und dem begabten Entertainer Klein gelang es schnell, das Publikum auf seine Seite zu ziehen. Aus erst zögerlichen Kopfwippen wurden bald immer heftigere Tanzbewegungen. Die Leute gingen mit, rückten vor der Bühne zusammen. Mit Songs von Prince und Marvin Gaye sowie eigenen Titeln, einem Querschnitt der Programme der letzten Jahre, gelang es, die Stimmung weiter anzuheizen. Hitze kann auch schön sein. Und so konnte Klein, als er nach einer Zugabe die Bühne für Cimafunk freigab, diesem eine zwar kleine, aber feiernde Schar an Zuhörern übergeben.

Mit buntem Hemd, knallroter Hose und einer eigenwilligen eckigen Glitzerbrille, legte Cimafunk nach 20-minütiger Umbaupause auch gleich richtig los. Und schnell war man nicht mehr im KubAA, sondern auf Cuba, dem Heimatland des Musikers. Die achtköpfige Band gab vom ersten Moment an alles. Die Lieder  vielstimmig, der Rhythmus rasant, zeitweise von melancholischen Phasen durchbrochen. Cimafunk wirbelte über die Bühne.

Der Bläserpart - Saxofon und Posaune - war mit den einzigen Frauen des Abends besetzt. Diese beiden drückten mit verschiedenen Soli und Einlagen dem Konzert immer wieder aufs Neue ihren Stempel auf. Und das Publikum quittierte es mit Jubel. Ein feuriger Auftritt voller Leichtigkeit, der hitzig die Hitze vergessen ließ. Da hätten die Musikerinnen und Musiker auf jeden Fall mehr Publikum verdient gehabt. Doch die, die da waren, konnten einen richtig guten Abend erleben mit zwei Bands, die bestens zueinander passten. Ein Abend, der Lust machte auf das hoffentlich coronafreie Aalener Jazzfest im November. Der See als Konkurrenz fällt dann jedenfalls aus. 

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