Neu im Kino

Ghostbusters: Legacy

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Witziger Familienspaß

Die Ausstattung sieht schrottig aus und wie aus dem vorigen Jahrhundert. Sie ist es auch. Für „Ghostbusters: Legacy“ hat Regisseur Ivan Reitman erneut ordentlich in der Retro-Kiste seines ersten Ghostbusters-Film von 1984 gekruschtelt. Weil man aber mit Bill Murray, Dan Aykroyd und Co. heute das junge Publikum wohl kaum noch locken kann, vom Kinosessel aus mit auf Geisterjagd zu gehen, übernimmt der Nachwuchs. Klingt aufgewärmt? Ist es auch. Aber manchmal schmeckt Aufgewärmtes ja fast so gut wie beim ersten Mal ...

Darum geht es: Kein Geld mehr für die Miete und kein Dach über dem Kopf - da trifft es sich ungut, dass die alleinerziehende Callie die Bruchbude ihres stets abwesenden und deshalb ungeliebten Vaters erbt. Die steht mitten im Nirgendwo in Oklahoma. Sohn Trevor ist nicht begeistert vom Umzug, fängt aber Feuer für das Mädchen aus dem Diner. Nerd-Tochter Phoebe kramt derweil mit ihrem neuen Freund „Podcast“ allerhand Geisterjäger-Zeug aus Opas geheimen Kellerarsenalen. Der war nämlich Egon Spengler, einer der legendären „Ghostbusters“. Und er hatte eine Mission, die die Enkel nun erledigen müssen.

Die Stars: Man muss Paul Rudd nicht mögen. Hier nervt er in der Rolle von Lehrer Grooberson nicht - immerhin dürfen seine Schüler „Chuky - die Mörderpuppe“ schauen. Klasse spielen die Kinder, und zwar durch die Bank, aber alle voran als unerschrocken-trockene Phoebe Mckenna Grace. Mit dabei auch: Finn Wolfhard aus „Stranger Things“.

Überraschungen: Auch in den USA kann man dreimal durch die Führerscheinprüfung fallen. Nicht alle Möglichkeiten sind unbegrenzt.

Fazit: Wirklich witzige Dialoge, vor allem zwischen den Kindern, Spannung und jede Menge Action machen „Ghostbusters: Legacy“ zu einem Film für die ganze Familie. Für Fans der Ur-Geisterjäger gibt es ein Wiedersehen. Dass am Ende der Kitsch aus jeder Geisterfalle trieft - geschenkt. Dagmar Oltersdorf

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