Grandioser Neustart des Aalener Sinfonieorchesters

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Das Aalener Sinfonieorchester bei seiner Premiere in Barths Biergarten.
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Begeisterndes Konzert unter dem neuen Dirigenten Dayner Tafur am Schloss und im Biergarten.

Aalen.Kurz, aber grandios war die Premiere des erneuerten Aalener Sinfonieorchesters. Zum ersten Mal nach über einjähriger Pause trat das Orchester am Sonntag mit einem bunten und klassischen Programm auf, morgens in einer Matinee am Fachsenfelder Schloss, nachmittags in Barths Biergarten am Aalener Löwenbräu. Zum ersten Mal auch mit dem neuen Dirigenten: Dayner Dias-Tafur, Peruaner und fortgeschrittener Dirigier-Student in Stuttgart und ein Könner am Pult.

Zu hören gab es eine Tondichtung von Jean Sibelius mit dem unverwechselbaren Streicher-Sound und in der Finlandia dominanten Pauken und Blechbläsern. Gefolgt von dem ersten Satz aus der ersten Sinfonie von W.A.Mozart, in leichtem Sicherheitstempo und sehr angenehmer Abstimmung der Stimmgruppen.

Eine schmissige Polonaise von Tschaikowski wurde von einem luftig gespielten Böhmischen Tanz von Georges Bizet beantwortet. Zum glanzvollen Finale kamen drei „Schlager“ der klassischen Musik: Tschaikowskis Blumenwalzer, der (um Wiederholungen gekürzte) Radetzky-Marsch, der auch als Zugabe gespielt wurde, und der Florentiner Marsch mit seinen wunderschönen Themen von Julius Fucik.

Starke Stücke, schön gespielt. Der Dirigent erreicht das Orchester in jedem Moment und leitet es mit einem bewegten, ausdrucksstarken und effektiven Dirigat. Es ist ein Vergnügen, die beredte Gestik zu sehen und das Ergebnis zu hören. Ja, das Orchester ist unter Dayner Tafur besser geworden als es vor dem Corona-Lockdown sein konnte. Vier Proben haben gereicht, um das Programm vorzubereiten. Das Ensemble hat nahe 50 Spielerinnen und Spieler, bis auf vier Profi-„Aushilfen“ allesamt Laien, die musizieren können und wollen. Die Lust am gemeinsamen Spiel unter dem sehr guten Dirigenten war sichtbar, hörbar, spürbar. Und die Begeisterung für die Musik und das Orchester sprang ins Publikum über.

Das Programm wird im September in zwei weiteren Konzerten wieder aufgenommen.

Rainer Wiese

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