Heilsame Musik für Geist und Seele

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musica salutare huldigte den andächtigen Tönen großer Meister der Kirchenmusik.

Schwäbisch Gmünd. Das Kammerorchester musica salutare brachte mit dem Programm „Lobe den Herrn, meine Seele“ heilsame Musik in das Forum Schönblick, erläuterte Hausherr Martin Scheuermann in seiner Begrüßung. Zehn hohe Streicher, dazu Violoncello und Kontrabass, Cembalo und Klavier sowie Harfe und eine Mezzosopranstimme ließen Passagen des Psalm 146 erklingen. Texte,die davon sprechen, wie Gefangene frei, Blinde sehend, Niedergeschlagene aufgerichtet werden durch Gott.

Zart waren die Töne, die Harfenistin Stephanie Wunsch ihrem Instrument mit dem Allegro in John Parrys Sonate D-Dur entlockte. Gemeinsam mit Mezzosopranistin Ute Runne erklangen Violine, basso continuo des Cembalos, gespielt von Lutz Lampert, in Johann Sebastian Bachs Kantate „Lobe den Herren“. Die filigran wirkende Sängerin in einer zart-moosgrünen Komposition aus Corsage und langem Rock mit bodenlanger Schleierjacke und Blüte am Ohr überraschte mit einem starken,volltönenden, dabei feinmodulierenden Klang bei Vers eins und zwei des Psalms mit „Halleluja! Lobe den Herrn, meine Seele!“, was den Saal in andächtiges Schweigen tauchte.

In den weiteren Versen des Psalms wandelten sich immer wieder die Anzahl der Instrumente bei den Kompositionen von Borodin, Mendelssohn Bartholdy und Georg Friedrich Händel. Die Moderation des biblischen Geschehens in den einzelnen Versen übernahm der Trompeter Martin Seiler.

Das Kammerorchester musica salutare unter der künstlerischen Leitung von Konzertmeisterin Adelheid Abt, Violine, verdankt seinen ausgezeichneten Ruf der feinfühlig hochkünstlerischen Erarbeitung von Werken. Adelheid Abt leitet das Orchester von der Violine aus. Sein Klangkörper aus zwölf Streichern und Cembalo arbeitet mit Gesangs-und Instrumentalsolisten. Es wurde 2010 gegründet und ist Teil von Brothaus e.V. Stuttgart.

Nach der Pause stimmte die Harfenistin den zweiten Teil des Konzertes ein. Die „Improvisationen“ sind das Glanzstück, das das Kammerensemble einzigartig macht. In diesem Konzert über Psalm 146, Verse 1 – 7a, 9 und 10. Gemeinsam mit Harfe, Trompete und der Mezzsopranistin entwickelten sich mitreißende Klänge in großer Bandbreite. Jubilierend Singstimme und Töne der Streicher, mächtige Trompetensoli,vielfarbig in Klang und Rhythmus versetzten die Zuhörenden im dicht besetzten Forum in Stille und Hingabe, ließen sie dem meisterlichen Spiel der Instrumentalisten und der warmen Stimme von Ute Runne folgen.

Als letzter Konzertteil erklang Georg Friedrich Händels „Suite in D-Dur, Wassermusik für Trompete, Streicher und Cembalo“. In Ouverture, Allegro, Aria, Untitled und March zog das Kammerorchester nochmals alle Register des Könnens und machten die Komposition zum fein strukturierten Erlebnis.

Dann wurde auch das Publikum aktiv. Es erhob sich und sang stehend, „angeführt“ von der starken Stimme der Mezzosopranistin Uta Runne, begleitet von Streichorchester, Trompete und Klavier das Lied „Lobe den Herren“.

Zu erleben war eine starke Zäsur zum Alltag, die den Menschen beschwingt wieder in diesen entließ. ⋌Gise Kayser-Gantner

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