Heiteres und Besinnliches mit dem  Kammerorchester Rosenstein

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Konzertierte nach langer Pause wieder zu Weihnachten: das Kammerorchester Rosenstein unter der Leitung von Thomas Rhys.
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Mit einem abwechslungsreichen Klassikprogramm meldet sich der Klangkörper in der Heubacher Kirche St. Ulrich nun auch in der Weihnachtszeit zurück. Von

HeubachNach drei Jahren ohne Weihnachtskonzert strömen die Besucher in Scharen in die Kirche St. Ulrich. Wie von einem Magneten angezogen, treten sie durch den wunderbar illuminierten Torbogen auf den Vorplatz. Hinter sich lassen sie die nächtliche Dunkelheit und den Nieselregen. Die Kirche füllt sich, man rückt zusammen. Die Kirchenglocken verklingen. Das Kammerorchester Rosenstein mit roten Haarbändern, Schals und Krawatten auf schwarzer Kleidung wartet auf seinen Einsatz. 

Das „Palladio“ von Karl Jenkins setzt sein kurzes Thema im Allegretto Modus untermalt vom Puls der Streicher. Lautmalerisch präsentieren sich die Winterszenen von David Bobrowitz. Man hört die Schneeflocken fallen. Die scharfen Eiskristalle klirren und zerplatzen an einem sonnigen Tag. Auf der Eisbahn drehen Eisläufer ihre Runden. Der Polar Express stampft durch die Landschaft.  Nach dem unterhaltsamen winterlichen Intro hat Jonathan Rhys Thomas das Concertino von Gaetano Donizetti (1797 - 1848) ausgewählt. Solistin an der Klarinette ist die 20-jährige talentierte Viola Weis. Weich intoniert sie das Andante und Allegretto. Einfühlsam grundiert von den Streichern.  Brigitte Wenke hat passende Gedichte und Texte ausgewählt und flicht diese ins Programm ein. Der alt gewordene Weihnachtsmann hat seine Brille vergessen. Seine Rentiere kennen den Weg und steuern zielsicher zur Bescherung. Da allerdings beginnt die Konfusion. Der alte Mann greift in seinen Geschenksack und verteilt wahllos die Päckchen. Die Moral von der Geschicht …“ es also an der Brille liegt, wenn man zum Fest das Falsche kriegt“, erheitert das Auditorium. 

Edward Elgars Serenade e-mollop.20 mit den Sätzen Allegro piacevole, Larghetto und Allegretto erklingt unter dem Dirigat von Rhys Thomas, gefolgt von der munteren Schlittenfahrt des Nikolauses in einer Glöckchen klingenden Komposition von James Curnow. Besinnlich wird es dann wieder mit der Romanze für Klarinette und Streicher von Camille Saint-Saëns.  An die bescheidenden Weihnachten von früher mit Bratapfelduft, Kindern die erwartungsvoll durch das Schlüsselloch in das Weihnachtszimmer blicken, erinnert ein Text, der die Ansprüche von damals und heute einander gegenüberstellt. „a bisslemeh sott’s scho sei“ als im vergangenen Jahr.

Kling Glöckchen klingelingeling und ein weihnachtliches Medley stimmen auf die Advents-und Weihnachtszeit ein. Rote Nikolausmützen zieren dazu die Köpfe der Orchestermitglieder. Der Dirigent setzt noch einen drauf, indem er eine grüne Tannenbaummütze aufsetzt. Die Zugabe Oh Tannenbaum, der Traum von der weißen Weihnacht erklingen nach der beschwingten Chanukah Festival Ouvertüre von Calvin Custer. Die Feststimmung begleitet die Besucher auf dem Nachhauseweg. 

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