Hirn ist am Humor wahnsinnig interessiert

+
Werner Koczwara hat ein neues Programm.

Interview  Kabarettist Werner Koczwara präsentiert in Schwäbisch Gmünd sein neues Programm.

Schwäbisch Gmünd. Hirn und Humor haben haben mehr gemeinsam als den Anfangsbuchstaben. „Mein Schaden hat kein Gehirn genommen“ überschreibt  der in Schwäbisch Gmünd lebende Kabarettist Werner Koczwara in sein neues Programm. Es geht um Hirnforschung und Humor und ein Leben mit den Herausforderungen des Alltags.

Werner Koczwara steht am Freitag, 24. Juni, auf der Bühne im Congress Centrum Stadtgarten in Schwäbisch Gmünd. Mit ihm sprach vorab Kuno Staudenmaier.

Humor ist bei der aktuellen Lage von Politik und Pandemie überlebenswichtig. Eine Vorahnung bei der Vorbereitung aufs neue Programm, dessen Premiere 2020 frühes Lockdown-Opfer war?

Werner Koczwara: Was seit nun schon über zwei Jahren auf diesem Planeten abgeht, konnte niemand wirklich vorausahnen. Speziell dass nach dem Virus aus Wuhan ein noch bösartigerer Organismus aus dem Kreml auf der Welt wütet,  war für mich undenkbar.  Der Virus war humoristisch noch gut  verwertbar, bei Putin hingegen geht’s mir wie Karl Kraus mit Hitler: mir fällt dazu nichts mehr ein. 

Was reizt einen Kabarettisten so sehr am Thema Hirn?

Am Anfang stand für mich die Frage: brauche ich eigentlich immer ein Hirn oder reicht es, wenn ich mein Handy dabei habe?  Das Schöne am Thema Hirn ist:  es ist alltagstauglich. Denn jeder hat eins. Oder kennt einen in der Verwandtschaft, der schon mal eins gesehen hat. 

Zielt das Thema Hirnforschung und Humor auf spezielle Ereignisse oder gar Personen ab?

In erster Linie geht es in meinem Programm darum, mit den Mitteln des Kabaretts  unserem Hirn seine lustigen Seiten zu entlocken.  Denn unser Hirn ist an Humor wahnsinnig interessiert. Die Begeisterung unseres Hirns für einen guten Witz ist nachgerade unfassbar.  Daher nehme ich mir im Programm ein paar besonders gelungene Exemplare dieser Gattung vor.

 Ein Kritiker in München schrieb letzte Woche:  „Dieses  Programm ist keine Sekunde langweilig.“  Wie kam‘s  denn eigentlich zu dem Programm, also von der Juristerei zum Hirn, steckt da Humor dahinter?

Meine Jura-Programme beschäftigen sich ja mit den bisweilen bizarren Hirnwendungen der Deutschen in Wort und Schrift. Nun nähere ich mich dem anatomischen Aspekt, eine Ortsbetrachtung der Quelle des Irrsinns sozusagen. Das ist zugleich heiter und spannend.  

Hilft Ihnen Humor auch in ganz persönlichen Lebenslagen?

Natürlich, in den beiden Jahren der Pandemie sogar rund um die Uhr. Und bei der Komik ist es wie bei der Marmelade: die selbstgemachte  ist die beste. 
 

Auftritt in Gmünd: Am Freitag, 24. Juni, im CCS, Beginn 20 Uhr
Karten: i-Punkt sowie bei CTS-eventim und Reservix.

Zurück zur Übersicht: Ostalb-Kultur

Mehr zum Thema

Kommentare