Jazz trifft Violine: von der Carnegie Hall auf die Ostalb

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Probe mit Jazzgeiger Dr. Gregor Hübner zum Konzert des Ostalb Jazz Orchestra

Wie das Ostalb Jazz Orchestra für ein Konzert mit dem renommierten Jazz-Geiger Gregor Hübner probt. Im Oktober ist Uraufführung in Ellwangen.

Aalen

Das Ostalb Jazz Orchestra (OJO) präsentiert am 9. Oktober nach zweijähriger Pause sein neues Konzertprojekt: „Jazz meets violin“. Den Part der Violine übernimmt dabei der renommierte Komponist und Jazz-Geiger Gregor Hübner. Der stand am Sonntagnachmittag, umringt von den Musikern des OJO, in der Aula des Theodor Heuss Gymnasiums in Aalen.

Man war zur zweiten Probe zusammengekommen. Vier sollen es am Ende sein, dann muss das Programm stehen. Was zweifellos gelingen wird, denn schon jetzt wirkte es, als hätten Big Band und Stargast bereits zusammengefunden. Hie und da musste aber noch justiert werden. „Ihr müsst immer nach vorne spielen, aber ohne schneller zu werden“, meint Hübner, „es muss klingen, als sei es kein Problem“.

Er spricht freundlich und lässig, es ist zu spüren, dass er weiß, was er tut. Ab und an setzt er die Violine an und beginnt damit zu zaubern. Hübner, 1967 in Stuttgart geboren, lebt heute in New York und zählt zu den bedeutendsten Geigern und Komponisten der aktuellen Jazz-Szene. Den Baden Württembergischen Jazzpreis hat er schon gewonnen, auch für einen Grammy war er nominiert.

Er und Gerhard Ott, langjähriger Leiter des Ostalb Jazz Orchestra, kennen sich vom Studium. Schon lange war ein gemeinsames Projekt geplant, durch die Zeitumstände wurde der Termin aber immer wieder verschoben. Am 9. Oktober kann das Konzert nun endlich stattfinden. Und gleichsam als Entschädigung für das lange Warten wird es eine Weltpremiere geben: Hübners neuestes Werk soll im Peutinger Gymnasium in Ellwangen uraufgeführt werden. Darauf darf man gespannt sein. Das dreiteilige Stück bietet einen Einblick in die facettenreiche Welt des Jazz. Fetziger Big Band Sound, eine Violine, die sich mit dem Loop zusammentut, sowie moderne, avantgardistische Klänge. Umrahmt wird es vom Programm des Ostalb Jazz Orchestra, das in bewährter Weise mit einer Mischung aus Swing-, Latin- und Funk-Klassikern aufwartet. Auch die bekannten OJO-vocals werden zu hören sein, diesmal sogar vierstimmig. Man darf sich auf einen abwechslungsreichen Abend freuen. Hübner wird gut eingespielt sein. Eine Woche zuvor gastiert er in der Carnegie Hall in New York. Eine angemessene Vorbereitung für das Konzert im PG.

Konzert am 9. Oktober, 18.30 Uhr, im Peutinger Gymnasium Ellwangen. Karten gibt es bei Musik Bader. Wer sich einen Eindruck von Gregor Hübners Arbeit machen möchte, dem sei das Video zu „Los Soñadores/ Dreamers“ ans Herz gelegt. Es ist auf den bekannten Plattformen im Netz zu finden.

Probe mit Schalldämpfer
Hohe Konzentration: Probe mit Jazzgeiger Dr. Gregor Hübner zum Konzert des Ostalb Jazz Orchestra
Probe mit Jazzgeiger Dr. Gregor Hübner zum Konzert des Ostalb Jazz Orchestra
Blick in die Probe mit Jazzgeiger Dr. Gregor Hübner zum Konzert des Ostalb Jazz Orchestra
Voller Körpereinsatz: Dr. Gregor Hübner bei der Probe im Theodor Heuss Gymnasium in Aalen
"Ihr müsst immer nach vorne spielen", sagt Jazzgeiger Dr. Gregor Hübner.
Blick in die Probe mit Jazzgeiger Hübner
Hohe Konzentration bei den Musikern während der Probe mit Jazzgeiger Dr. Gregor Hübner
Probe im Theodor Heuss Gymnasium für das Konzert des Ostalb Jazz Orchestra mit Jazz-Geiger Hübner
Blick in die Probe.
Probe mit Jazz-Geiger Dr. Gregor Hübner zum Konzert des Ostalb Jazz Orchestra am Sonntag, 9. Oktober, in Ellwangen. Foto: Oliver Giers

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