JPO: eine Uraufführung im Gepäck

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Der Komponist Lukas Hadinger spielt auch Saxofon. Foto: privat

Was, wann und wo die Junge Philharmonie Ostwürttemberg ihr neues Programm spielen wird.

Aalen. Das Programm des Frühjahrsprojekts der Jungen Philharmonie Ostwürttemberg (JPO) steht. Neben der Ouvertüre von Beethovens „Die Geschöpfe des Prometheus op. 43“ steht die Welturaufführung eines zweiten Werks auf dem Spielplan – der Offenbarungssinfonie. In diese führt Komponist Lukas Hadinger persönlich ein, mit Tonbeispielen durch das Orchester.

Genesis, die Schöpfungsgeschichte, ist das Vorspiel zur Komposition, die in vier Sätzen von Gottesbegegnungen im Alten Testament erzählt. Wie dort steht auch in der Komposition die Dunkelheit am Anfang – ein düsteres Viertonmotiv in e-Moll. Als Spiegel der ersten sechs Tage der Schöpfung steigert es sich in sechs Stufen zur Gottesmelodie, ehe am Ende – dem siebten Tag – Ruhe zurückkehrt.

Die Gottesmelodie ist dabei das wichtigste Thema der Offenbarungssinfonie. Sie zieht sich durch das gesamte Werk und ertönt immer dann, wenn es zur Begegnung von Gott und den Menschen kommt - genauer gesagt zu den Treffen mit Jakob an der Himmelsleiter und am Jabbok, Mose am brennenden Dornbusch und Elija am Horeb.

Gott hilft aus Lebenskrisen

Alle drei, Jakob, Mose und Elija, befinden sich in einer tiefen Lebenskrise, als Gott sich ihnen offenbart. Seine Gestalt ist dabei jeweils eine andere - doch egal in welcher Form, die Begegnungen mit ihm lassen die Protagonisten neue Kraft schöpfen und ermöglicht es ihnen, sich weiterzuentwickeln.

Hadingers Musik, sein Spiel mit der Fülle der Klangfarben der Orchesterinstrumente, erweckt dabei die Begebenheiten und Emotionen der Jahrtausende alten Erzählungen zu völlig neuem Leben. Die Offenbarungssinfonie endet schließlich, wie sie begonnen hat – in der absoluten Ruhe. Aber nicht in der Dunkelheit des Vorspiels, sondern in einem lebensbejahenden und erfüllenden D-Dur.

Die Konzerttermine

Die Junge Philharmonie Ostwürttemberg gibt insgesamt vier Konzerte - und zwar

am Samstag, 15. April, um 20 Uhr in der Waldorfschule Heidenheim

am Sonntag, 16. April, um 18 Uhr in der Stadthalle Aalen

am Samstag, 22. April, um 20 Uhr in der Kochertalmetropole Abtsgmünd

am Sonntag, 23. April, um 18 Uhr im Stadtgarten Congress Centrum Schwäbisch Gmünd.

Wo es Karten gibt

Die Karten kosten normal 19 Euro, für Kinder, Jugendliche und Studierende 12 Euro. Die Tickets können auf www.jpo-w.de, unter der Telefonnummer (07363) 96 18 17 und an allen CTS-Vorverkaufsstellen erworben werden.

Für Schulklassen gibt es Sonderkonditionen (5 Euro pro Person). Diese Besuche können bei der Stiftung Schloss Kapfenburg unter info@schloss-kapfenburg.de oder bei der Tickethotline (07363) 96 18 17 gebucht werden.

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