JPO eröffnet das Festival mit Bernstein und Gershwin

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Eröffnungskonzert des Kapfenburgfestivals mit der JPO.
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„da!Sein#1“ mit der Jungen Philharmonie und jungen Solisten entführt mehr als 1000 Gäste direkt auf den Broadway.

Lauchheim-Hülen

I like to be in America“, spielt die Junge Philharmonie Ostwürttemberg den Song aus Leonard Bernsteins „West Side Story“ mit hinreißend jugendlichem Schwung. Instrumental bringt „Blue Broadway“ - diesen Satz genau auf den Punkt. Denn das Programm der Eröffnung des Festivals unter dem neuen Motto „da!Sein#“ bringt das pulsierende Leben des Theaterviertels direkt in die Mauern der ehemaligen Deutschordensfeste. Wenn auch die Eröffnungsperformance unter Leitung von Akademiedirektor Moritz von Woellwarth einen neuen Namen bekommen hat - auch diesmal ist sie mit 1112 Gästen ausverkauft. Auch diesmal werden diese am Ende mit einem Feuerwerk in den Abend verabschiedet.

Vier Solisten stehen an diesem neben dem jungen Orchester auf der Bühne. Drei davon unter oder knapp 30 Jahre alt, von Nachwuchs zu sprechen, wäre aber falsch. Da ist - der allerdings nicht mehr ganz so junge - Axel Nagel in Vertretung für das erkrankte Duo Zenker/ Spannan. Entspannter Folk-Soul, der perfekte Einstieg im Zeichen der untergehenden Sonne.

Der gebürtige Aalener Elias Opferkuch, vielfach ausgezeichnet, Jahrgang 1996, zeigt am Sauter-Flügel inmitten des Orchesters mit Gershwins „Rhapsody in Blue“ im Schein des in Blau getauchten Schlosses virtuos, wie man Leichtigkeit mit Dramatik in Einklang bringt. Die JPO meistert unter dem Dirigat von Uwe Renz dieses und alle weiteren Stücke hingebungsvoll und wandlungsfähig: schnelle Tempi, rasch wechselnde Rhythmen, Stimmungslagen von unbeschwert bis melancholisch, Oper, Jazz, Tanz - es funktioniert prächtig.

Und es funktioniert mit Solisten wie Shelly Philipps. Knapp 30 Jahre ist sie alt, Deutsch-Amerikanerin aus Coburg, die sich „I like to be in America“ selbst ausgesucht hat. Sie holt den Song mit klarer, souliger Stimme ins 21. Jahrhundert, bringt seine Ironie klar nach vorne. „FAYIM“, ebenfalls ein Gewächs der Popakademie Mannheim, zeigt mit fast unglaublich samtiger Stimme die klare Schönheit von „Maria“.

Ein Eröffnungsabend, der vom Publikum am Ende ganz wie auf dem Broadway mit jubelndem Applaus gefeiert wir.

Die Eröffnung und das Festival Schloss Kapfenburg in Zahlen

21 Geigen, 5 Bratschen, 9 Celli, 5 Bässe, 17 Holzbläser inklusive 3er Saxophone, 13 Blechbläser, 5 Schlagwerker, Harfe und Klavier - ein Aufgebot für die großen Gefühle, die bei den insgesamt elf Stücken der JPO auf den Notenpulten ihren Platz haben. Darunter die „Symphonic Dances“ von Bernstein. Für Dirigent Uwe Renz das schwierigste Stück des Abends und sein liebstes im Programm. „Aber keines ist leicht“, sagt er vor dem Konzert.

16 Minuten und 30 Sekunden, so lange dauert die „Rhapsody in Blue“ von Gershwin. Gerade mal 2 Minuten und 50 „Maria“ und: „One hand, one heart“ aus der West Side Story.

800 Feuerwerk-Effekte hat Pyrotechnik-Experte Joachim Berner mit seinem Team in vier Minuten Lichterzauber gepackt.

3600 Liter Wasser und 2400 Liter Cola stehen im Erstbestand bereit. Cola soll ja wach halten, die Abende versprechen angesichts aktuell hervorragender Wetteraussichten keinen schnellen Abbruch. Mit im Angebot sind auch Johannisbeersaftschorle, 1440 Liter Wasseralfinger, 900 Liter Weine, Secco, Spezi, Hefeweizen, Bluna und Apfelschorle.

150 Personen sind im Einsatz hinter den Kulissen, seit vergangenen Montag laufen die Vorbereitungen der Schlossverwaltung, seit diesem Montag ist das gesamte Team im Einsatz und bleibt es auch bis Ende des Festivals.

20 Tonnen wiegt die Bühne, ins Dach werden bis zu zehn Tonnen Technik, unter anderem Licht, gehängt.

193 233, so viele Gäste konnte Schloss Kapfenburg seit dem Jahr 2000 begrüßen. 2022 wird anhand der Vorverkaufszahlen für das Festival mit 10 000 Gesamtbesuchenden gerechnet.

Festivalkarten für Kurzentschlossene 

Auch Kurzentschlossene haben noch die Möglichkeit, beim Open Air dabei zu sein. Tickets für LOTTE mit „The Quips & Moritz Patzer“ und LIAS (Sa, 23.07.) Niedeckens BAP (So, 24.07.), Max Giesinger (Mi, 27.07.) und „La Dolce Vita – Die Italienische Nacht mit Napoli Latina und der Pino Barone Band feat. Roberta Valentini (Do, 28.07.) sind im Vorverkauf und an der Abendkasse erhältlich. Zum Kinder- und Jugendchortag des Eugen-Jaekle-Chorverbands am Samstag, 30. Juli, ist der Eintritt frei. Sommernachtstraum mit JPO
Im September konzertiert die JPO in Aalen (10.9.) , Schwäbisch Gmünd (16.9) und Heidenheim (18.9.). Tickets auf www.jpo-w.de und an allen reservixx-Vorverkaufsstellen.

Das Eröffnungskonzert gipfelte in einem Feuerwerk.
Das Eröffnungskonzert gipfelte in einem Feuerwerk.
Das Eröffnungskonzert gipfelte in einem Feuerwerk.
Der Eröffnungsabend des Kapfenburgfestivals mit der JPO.
Der Eröffnungsabend des Kapfenburgfestivals mit der JPO.
Minutenlang andauernder Applaus zum Ende des Konzertes der JPO.
Der Eröffnungsabend des Kapfenburgfestivals mit der JPO.
Minutenlang andauernder Applaus zum Ende des Konzertes der JPO.
Der Eröffnungsabend des Kapfenburgfestivals mit der JPO.
Der Eröffnungsabend des Kapfenburgfestivals mit der JPO.
Axel Nagel beim Kapfenburgfestival.
Eröffnungskonzert des Kapfenburgfestivals mit der JPO.
Eröffnungskonzert des Kapfenburgfestivals mit der JPO.
Axel Nagel beim Kapfenburgfestival.
Eröffnungskonzert des Kapfenburgfestivals mit der JPO.
Eröffnungskonzert des Kapfenburgfestivals mit der JPO.
Eröffnungskonzert des Kapfenburgfestivals mit der JPO.

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