Karikaturen als gemalte Lebensfreude

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Die Münz-Ausstellung in Hugs Weinkontor erfreut sich großer Beliebtheit.

Die einstige Aalener Frohnatur Hannes Münz lebt in seinen Werken weiter. Zusehen in Hugs Weinkontor.

Aalen. Der Mann hatte Humor. Hatte, weil er vor vier Jahren in seiner Heimatstadt Aalen gestorben ist. Jetzt erinnert eine Ausstellung mit dem Schwerpunkt Karikaturen in Hugs Weinkontor an die Frohnatur Hannes Münz.

Das Besondere daran hat Galerist Werner Zaiß bei der Vernissage Donnerstagabend verraten. Diese Zeichnungen in zumeist vom Aquarell bestimmten Mischtechnik sind bisher noch nie gezeigt worden. Dass sie jetzt zu sehen sind, ist Hannes‘ Bruder Hermann Münz zu verdanken.

Besonders sicher auch die Person der „Serviererin“ - wie der Maler eine seiner Zeichnungen betitelt hat - dieser pfiffigen Bildergalerie. Die Schauspielerin Katharina Schmidt vom Theater der Stadt Aalen hat sich ohne Netz und doppelten Boden in deren Interpretation gestürzt. Dem Moment verbunden sind passenderweise ihre Erläuterungen „der Momentaufnahmen“, denen für sie „keine Planung vorangegangen ist“. Deren Charme besteht gerade in dem spontanen Gestus, mit dem Hannes Münz seine mit Ironie gepuderten Selbstporträts als Maler und dem ganzen lebensprallen Personal zu Papier gebracht hat. Sein Bruder Hermann hat im Gespräch mit Katharina Schmidt gemeint, „dass Hannes immer gemalt hat“. Weshalb er sogar zu Zeitungs- und Telefonbuchseiten gegriffen hat.

Eine der Zeichnungen zeigt den Mann, der ihm und etlichen anderen Kollegen am Schubart-Gymnasium in Aalen den Weg zur Malerei gewiesen hat. „S.K. als Tänzer“ hat er unter der unbeschwert durch das Blatt hüpfenden Gestalt notiert. Sieger Köder als „Papageno“. Mehr Karikatur geht nicht.

Zu sehen sind ferner noch einige mit leichter Hand hingeworfene Landschaftsaquarelle - eine Augenweide.

Info: Die Ausstellung ist bis 18. Juni Mo-Fr 15-19 Uhr, Sa 10-14 Uhr zu sehen.

Die Münz-Ausstellung in Hugs Weinkontor erfreut sich großer Beliebtheit.
Die Schauspielerin Katharina Schmidt bei der Vernissage im Gespräch mit Hermann Münz, dem Bruder des Malers.

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