Komponist Arthur Dangel ist 90

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Arthur Dangel

Der gebürtige Gmünder hat mehr als 100 Werke komponiert und dafür immer wieder Preise erhalten.

Schwäbisch Gmünd. Unweit des Gmünder Marktplatzes wurde Arthur Dangel am 10. September 1931 geboren. An diesem Freitag feiert der heute in Korntal lebende Komponist von mehr als 100 klassischen Werken seinen 90. Geburtstag.

Die musikalische Karriere begann für Arthur Dangel früh. Im Alter von 14 Jahren gab er seinen ersten Klavierabend im Evangelischen Augustinusgemeindehaus Schwäbisch Gmünd. Auf dem Programm standen damals neben Werken von Ludwig van Beethoven, Haydn und Schubert auch eine eigene Sonatine und ein Scherzo. Das Studium an der Stuttgarter Musikhochschule war da die logische Folge, 1955 schloss er dort ab und begann mit musikwissenschaftlicher Arbeit, hielt Vorträge und veröffentlichte Analysen zur Neuen Musik. Dangel wurde Kompositionsschüler von Wolfgang Fortner in Freiburg, wo er zur gleichen Zeit ein Germanistikstudium absolvierte. 1965 erhielt er den Förderpreis der Stadt Stuttgart für junge Komponisten.

Für sein Streichquartett op. 19. verlieh ihm die Universitä Innsbruck das Prof.-David-Stipendium. Er erhielt den Kompositionspreis des Landesmusikrates Baden-Württemberg für das Chorwerk „Stabat Mater“ op. 47.

Der 90. Geburtstag des Komponisten ist Anlass für ein Konzert am Sonntag, 21. November, in der Christuskirche Korntal. An der Orgel spielt Andreas Gräsle, der in Schwäbisch Gmünd und Umgebung durch seine Zeit als Bezirkskantor der Augustinuskirchengemeinde bekannt ist. Gespielt werden zwei Kompositionen von Arthur Dangel, das „Propheten-Fenster“ (1995) sowie das „Christus-Fenster“ (1999) aus dem fünfteiligen Zyklus über die Chagall-Fenster im Fraumünster Zürich“.

Ideen und Inspiration suchte der Korntaler Komponist oftmals in der Literatur und in der Malerei. So werden in Dangels Pentaptychon nicht nur die Glasfenster Chagalls vertont, sondern auch Bibeltexte, die sich auf Motive der Fenster beziehen. „Aus den mehr als 100 Kompositionen ragen die Vertonungen der Chagall-Fenster hervor durch ihre Bildhaftigkeit, ihren Feinsinn und ihre klangliche Subtilität“, sagt Andreas Gräsle.

Angedacht ist, dieses Konzert mit Kompositionen Arthur Dangels zu einem späteren Zeitpunkt auch in Schwäbisch Gmünd aufzuführen. kust

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