Kraftvolle Romantik im Sommerkonzert des Aalener Sinfonieorchester

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Das Aalener Sinfonieorchester bei seiner Premiere in Barths Biergarten. (Archivbild)

Das Konzert in der Aalener Stadthalle am Sonntag, 3. Juli 2022, beginnt um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Aalen. Das Sommerkonzert des Aalener Sinfonieorchesters steht ganz im Zeichen großer romantischer Orchesterwerke. Alexander Borodins zweite Sinfonie, auch Heldensinfonie genannt, verspricht dabei ein beeindruckendes Klangerlebnis. Ebenso mit dabei: Hans-Roman Kitterer als Solist in Robert Schumanns Klavierkonzert.

 Mit den festlichen Klängen der Ouvertüre zum Festspiel „König Stephan“ von Ludwig van Beethoven eröffnen die Musiker des Aalener Sinfonieorchesters das Sommerkonzert. Lyrische Phrasen der Holzbläser und der Streicher wechseln sich mit feierlichen Einwürfen und Fanfaren der Blechbläser ab. In rasantem Tempo erfolgt ein heiteres Wechselspiel der verschiedenen Stimmen, welches in satten Akkordschlägen seinen Höhepunkt findet.

Der Aalener Pianist Hans-Roman Kitterer ist Solist des Klavierkonzerts a-Moll von Robert Schumann. Wie in kaum einem anderen Solokonzert sind das Klavier und das Orchester hier musikalisch ineinander verwoben. Die verschiedenen Themen werden gegenseitig aufgegriffen, variiert und weiterentwickelt. Im ersten Satz beeindruckt vor allem die ausgiebige Kadenz des Klaviers, der zweite, schwelgerische Satz lässt tiefe Leidenschaft anklingen, während der Finalsatz in einem bewegten „Allegro vivace“ zu einem fulminanten Schluss des Solokonzerts führt. Der Solist Hans-Roman Kitterer studierte Klavier bei Prof. Renate Werner in Stuttgart. Sein Schwerpunkt liegt auf Klavier- und Orgelwerken der Klassik und Romantik. In den letzten Jahren hatte er regelmäßig umjubelte Auftritte mit dem Aalener Sinfonieorchester.

Den zweiten Teil des Konzertabends bestimmt die zweite Sinfonie des russischen Komponisten Alexander Borodin. Die in den Jahren 1862–1867 komponierte Sinfonie, mitunter als „Heldensinfonie“ bezeichnet, bildet mit ihrem markanten Tonfall und ihren groß angelegten Dimensionen ein beeindruckendes Orchesterwerk. Immer wieder klingen folkloristisch geprägte Themen an, die die gesamte Sinfonie durchziehen. Häufige Tempo- und Taktwechsel führen zu einem spannungsgeladenen Spiel der Streicher und Bläser, verstärkt durch großes Schlagwerk und Harfe.

Zum Abschluss des Konzerts spielt das Aalener Sinfonieorchester die mitreißende „Danzon Nr. 2“ des mexikanischen Komponisten Arturo Marquez. Das Werk gehört mit seinen südamerikanischen Rhythmen zurecht zu den populärsten Stücken des Komponisten.

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