Kunstinteressierte sind noch zurückhaltend beim Besuch

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Querschnitt Kunstverein
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Die Pandemie schreckt potenzielle Gäste von einem Galeriebesuch ab. Das spürt auch der Schwäbisch Gmünder Kunstverein.

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Schwäbisch Gmünd

Keine roten Punkte weit und breit.  Ein kleiner Dämpfer für den Optimismus, mit dem die Künstlerinnen und Künstler im Dezember die Jahresausstellung „Querschnitt“ des Gmünder Kunstvereins gestartet hatten. Zu sehen gibt‘s in der Galerie im Prediger Arbeiten von rund 80 Kunstschaffenden aus der Region. Noch bis Sonntag können sich Kunstinteressierte dort umsehen. Und vielleicht doch noch einen roten Punkt hinterlassen, der ein Kunstwerk als verkauft markiert. 

Das war schon mal anders: „In früheren Jahren“ so erinnert sich Künstler Uwe Küssner, „wurden immer Werke verkauft“. Vom Vorjahr mal abgesehen,  da waren Museen und Galerien wegen Corona ganz geschlossen, die Ausstellung wurde der Pandemie entsprechend auf eine Schaufensterpräsentation reduziert.

Täglich 33 Gäste

Das Publikum ist zurück, aber anders als früher: „Wir haben schon zum Auftakt einen guten Besuch, aber es kamen vor allem Ausstellungsbeteiligte mit Angehörigen“, sagt der Vorsitzende des veranstaltenden Gmünder Kunstvereins, Professor Dr. Klaus Ripper. Externe Kunstfreunde seien kaum zu sehen gewesen. Die Statistik bestätigt die Zurückhaltung: Bis zeigten sich im Durchschnitt täglich 33 Besucherinnen und Besucher.

„Es gab schon Querschnitt-Ausstellungen mit einem Tagesdurchschnitt von bis zu 150 Kunstinteressierten“, weiß Joachim Haller, stellvertretender Museumsleiter.  Dabei lohnt sich ein Rundgang auch diesmal, vorbei an vielen herausragenden Kunstwerken. Ein Großteil der Ausstellerinnen und Aussteller lebt von der Kunst, hat sich längst mit Einzelausstellungen einen Namen gemacht.  

Zeichnung, Malerei, Skulptur

Zu sehen gibt‘s Zeichnung, Malerei, Skulptur und Arbeiten, die diese Grenzen überschreiten: Katharina Dustmann schafft „Klangbilder“. Auf den ersten Blick sind es vielleicht Landschaften, Abstraktionen. Den passenden Klang können sich Kunstbetrachter über einen QR-Code holen. Amyna Wolf zeigt einen Bondage-Akt. Das sieht zunächst nach einem unberührten weißen Blatt Papier aus. Erst das Schwarzlicht bringt die Kunst zum Vorschein.

Und Uwe Küssner aktualisiert eine Bleistiftzeichnung von 1974, damals bewegt ihn ein Film über die Befreiung der Konzentrationslager. Ein schlichtes Kreuz, ein Opfer. 2021 neu aufgelegt, damit das Thema wegen all der anderen Nachrichten nicht in Vergessenheit gerät. Den roten Punkt unter diesem Bild vermisst er nicht. „Es ist unverkäuflich“, sagt Küssner, zu viel Erinnerung ist mit dem Werk verbunden.

„Bei manchen Bildern können wir auch die Textebene zu Hilfe nehmen“, sagt Klaus Ripper. Als Textcollage in die Komposition eingebaut ist das bei Antje Fischer der Fall. Oder bei Zirkelbach und dem poetischen Titel „Ich zünde den Blutmond an“. Feste Größe einer Querschnitt-Ausstellung ist Hubert Minsch, auch diesmal formt er Kleinskulpturen aus Gabeln, nennt sie „Fork I“ und „Fork II“,  lässt gerne auch die Ironie mitspielen. Kandidat für einen roten Punkt? Mit dem anvisierten Preis von 125 Euro ist es das preiswerteste Stück in der Ausstellung. 

Die Ausstellung „Querschnitt“ mit Werken von Mitgliedern des Gmünder Kunstvereins in der Galerie im Prediger Schwäbisch Gmünd endet an diesem Sonntag. Geöffnet ist  14 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 17 Uhr.

Malerei, Skulpturen, Zeichnungen, auch Arbeiten, die Grenzen überschreiten, zeigt der „Querschnitt“.

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