Neu im Kino

Liebe, Mord und tolle Bilder

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"Tod auf dem Nil" läuft im Kinopark Aalen, Traumpalast Gmünd und Regina Ellwangen.
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Agatha Christies "Tod auf dem Nil" im Kino.

Liebe, Mord und schöne Landschaften. Erneut reist Regisseur Kenneth Branagh mit "Tod auf dem Nil" zurück in einen Krimi von Agatha Christie. Dabei kann man mitraten, tolle Bilder sehen und man bekommt Lust auf eine Nilkreuzfahrt. Auf einen Platz im Kühlraum, wo sich die Leichen stapeln, dagegen nicht.

Darum geht es: Als sie sich sehen, ist es um sie geschehen. Gerade noch hat Simon Doyle mit Jackie geknutscht, als aber die stinkreiche Lady Linnet Ridgeway auf der Tanzfläche aufschlägt, hat er nur noch Hände für sie. Frisch verheiratet, schippern die beiden wie aufeinander getackert auf einem Luxusdampfer auf dem Nil an Abu Simbel und Co. vorbei. Die vor Eifersucht fast irre gewordene Jackie immer auf den Fersen, den Meisterdetektiv Hercule Poirot (Branagh) als gelackten Aufpasser im Gepäck. Dann landet die Lady mit Kopfschuss zwischen den Schinken im Kühlraum. Poirot macht sich auf Mördersuche, jeder hat ein Motiv  - doch er kann nicht verhindern, dass es im Kühlraum eng wird.

Überraschungen: Jede Menge. Es ist ein Krimi. Und: der Bart ab.

Die Stars: Zumindest einer ist keiner mehr. Armie Hammer in der Rolle des Simon Doyle ist eigentlich raus aus Hollywood. 2021 erhob eine Frau Missbrauchsvorwürfe gegen den Star, sogar von Kannibalismus-Fantasien war die Rede. Da war der Film aber schon abgedreht und wenn man ihn sieht, wird klar: rausschneiden geht hier nicht. Tolle Schauspielerinnen entschädigen: Wonder Women Gal Gadot, Emma Mackey (Sex Education), Rose Leslie (Game of Thrones) und Sophie Okonedo.

Fazit:  Im Mittelpunkt stehen Leidenschaften, Neid  und Unzulänglichkeiten. Branagh zeigt einen Poirot, der an seinem eigenen Narzissmus scheitert und in sich selbst gefangen ist. Dazu gibt es jede Menge Bluesmusik, tolle Klamotten und ein Hauch von Mystik. Durchaus ein guter Grund, mal wieder ins Kino zu gehen.

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