Zum Tode von

Lukas David

+
Lukas David

Am vergangenen Mittwochvormittag fand in der St.-Michaels-Kirche in Detmold eine Trauerfeier für den Geiger und Violinpädagogen Lukas David statt. Er war am 11. Oktober in Lemgo im Alter von 87 Jahren verstorben. Zahlreiche seiner ehemaligen Studentinnen und Studenten kamen aus dem In- und Ausland, um sich von ihrem Lehrer, der für viele auch musikalischer Vater und Freund war, zu verabschieden und die Feier musikalisch zu umrahmen.

Geboren wurde Lukas David als Sohn des Komponisten Johann Nepomuk David im oberösterreichischen Wels. Seine erste geigerische Ausbildung erhielt David in Leipzig, später bei Max Strub in Salzburg sowie bei Max Kergl in Stuttgart. Davids bedeutendster Lehrer war Tibor Varga, dessen Assistent er bis 1959 war. Anschließend lehrte David an der Wiener Musikakademie, bis er 1966 als Professor an die Musikhochschule in Detmold berufen wurde. Als Geiger erlangte Lukas David internationale Anerkennung; Konzertreisen führten ihn durch Europa, nach Asien, in die USA, nach Südamerika und Südafrika.

Als ehemaliger Professor des hiesigen Musikschullehrers Ulrich Widdermann ist Lukas David auch in Ellwangen kein Unbekannter: Zwischen 2000 und 2016 unterrichtete er auf Einladung der Städtischen Musikschule immer wieder in mehrtägigen Meisterkursen talentierte und interessierte Violinschüler. Darüber hinaus konzertierte er hier regelmäßig solistisch oder in kammermusikalischer Besetzung zusammen mit seinen ehemaligen oder aktuellen Studenten.

In der Zwischenzeit wurden in Ellwangen bereits mehrere Generationen von Geigenschülern nach seiner Methode unterrichtet.

Ulrich Widdermann

Zurück zur Übersicht: Ostalb-Kultur

WEITERE ARTIKEL

Kommentare