Mobbing: Plötzlich fehlt Lena

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"Die Geschichte von Lena", eine Stoa-Klassenzimmerproduktion mit Stefanie Friedrich und Torsten Hoffmann.
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Die STOA bringt eine neue Klassenzimmerproduktion auf die Bühne. Premiere ist an diesem Samstag.

Aalen.

Gestern noch Freundin, heute die, die Lena ausgrenzt und mobbt. Eine Geschichte, wie sie wohl alltäglich ist an Schulen. Aufgegriffen als mobile Klassenzimmerproduktion des Theaters Stoa mit dem Stück "Die Geschichte von Lena". Am Donnerstag durften Lehrerinnen und Lehrer der Region die Inszenierung von Mirijam Kälberer mit Torsten Hoffmann und Stefanie Friedrich schon einmal vorab sehen. An diesem Samstag, 19 Uhr, feiert das Stück öffentliche Premiere im Theater Stoa.

Lena ist weg. Als ihre Eltern bemerken, dass sie leidet, ist es längst zu spät. Dabei hatte Lena doch ihre Freundin Maria. Sie ist es, so wird im Verlauf des Stückes klar, die aber den Stein ins Rollen brachte. Vor den Sommerferien noch beste Freundinnen, ist Maria sauer, weil sie nicht mit Lena in den Schwedenurlaub darf. Stattdessen fährt Lenas älterer Bruder Klaus mit. Lena verspricht zu schreiben und tut das auch. Sie erzählt Maria unter anderem, dass sie in einen Kuhfladen getreten ist. Nach den Ferien aber  wird dieser Brief in der Klasse vorgelesen und Lena ist plötzlich die, "die stinkt". Maria hat neue Freundinnen gefunden - von Lena will niemand mehr etwas wissen. Selbst ihre Geburtstagseinladung läuft ins Leere.

Mit ganz einfachen Mitteln und doch sehr eindrücklich hat Regisseurin Mirijam Kälberer das Stück von Michael Ramlose und Kira Elhauge umgesetzt. Ein Tageslichtprojektor und eine Leinwand schaffen Bühne und Ortswechsel, aus dem Lautsprecher zwitschern beim Schwedenurlaub die Vögel. Der Tausch der doch vielen Rollen, in die die beiden Darsteller schlüpfen, klappt reibungslos und nachvollziehbar. Als Lena zeigt Stefanie Friedrich die wachsende Verzweiflung ihrer Figur eindrücklich, Hoffmann schlüpft in viele Rollen, ist mal Vater, dann zickige Klassenkameradin, aber auch Lenas Bruder Klaus.

50 Minuten Theater, die unterhalten, aber auch nachdenklich machen und gute Impulse zum Thema Mobbing für Eltern, Lehrerschaft und Mitschüler gleichermaßen setzen.

Karten gibt es an der Abendkasse. Die Produktion für Kinder ab 9 Jahren kann mit Nachbereitung gebucht werden bei der STOA unter Tel.: (07361) 61688.

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