Musik voller Emotionen mit der Jungen Philharmonie Ostwürttemberg

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Die junge Philharmonie spielt vier Frühjahrskonzerte.
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Die Junge Philharmonie Ostwürttemberg spielt in vier Frühjahreskonzerten  Beethovens „Pastorale“ und Elgars Cello-Konzert in e-moll. Warum sich alle darüber besonders freuen.

Lauchheim. Die Burg lebt. Und in ihr die Musik. Seit rund einer Woche proben rund 50 junge Musikerinnen und Musiker im Alter von 12 bis 26 Jahren auf Schloss Kapfenburg. Die Junge Philharmonie wird gleich vier Konzerte in der Region geben. Los geht‘s mit den Frühjahrskonzerten am Freitag in Schwäbisch Gmünd, 17. Juni, 20 Uhr, im Stadtgarten. Der musikalische Teppich ist mit Beethoven und Elgar also bereits ausgerollt. Fehlt nur noch das Publikum. 

Die Vorfreude ist groß, das wird klar bei einem Treffen aller Beteiligten auf Schloss Kapfenburg. „Die JPO ist ein fulminantes Aushängeschild der Region, danke, dass es diese Zusammensetzung gibt“, sagt Landrat Dr. Joachim Bläse, Vorsitzender des Vorstandes, auch in Richtung des Dirigenten und musikalischen Leiters der JPO Uwe Renz. Es sei eine große Leistung, so viele junge Talente aus den Musikschulen zu einem Klangkörper zu verbinden. „Ich denke, dass ist auch spannend für den Einzelnen.“ Musik sei auch Gesundheitsprävention. Nun, nach Corona, müsse das Publikum wieder lernen, in Konzerte zu gehen. 

Emotional: Elgar und Beethoven 

Er freue sich, dass die Sponsoren weiterhin an Bord seien, fügte Akademiedirektor und JPO-Geschäftsführer Moritz von Woellwarth an. Erstmals nach der Pandemie habe die JPO wieder eine Arbeitsphase und Konzerte ohne Einschränkungen. Diesmal sei sogar ein Künstler mit im Boot. Der Lauchheimer Maler Paul Groll wird die JPO zeichnerisch begleiten. Die Arbeiten sind dann ab dem 15. September in einer Ausstellung im Landratsamt zu sehen. Das Orchester habe nun einen Teil seiner Geschäftsstelle auch auf der Kapfenburg: „Das macht mich froh und stolz.“ 

Er komme „sehr, sehr gerne zwei bis dreimal im Jahr auf die Kapfenburg, um mit den jungen Menschen zu arbeiten“, so Dirigent Uwe Renz. Für ihn sei das auch ein wenig „back to the roots“. Wenn auch unter anderen Vorzeichen. Als junger Wasseralfinger habe er sonntags oft auf die Kapfenburg wandern müssen. „Da habe ich das Wort gehasst“, erinnert er sich. „Jetzt geht mir das Herz auf.“ 

Dankbar: Solistin Amelie Brune

Sturm, Bachläufe, menschliche Seelenzustände beim Betrachten von Naturereignissen -das spiegele sich in Beethovens Sinfonie Nr. 6, der „Pastorale“. Elgars Cello-Konzert ist ein Werk voller Wehmut und Melancholie. „Alle Stimmungen, die wir in unserer Seele haben, kommen in diesem Konzert auch vor“, beschreibt Renz den Charakter beider Kompositionen. Und für Elgar habe man mit der Cellistin Amelie Brune ein „ganz tolle Solistin“ und zudem ein Eigengewächs. „Es ist eine Riesenehre, das auf der solistischen Ebene zu erfahren“, sagt die 21-jährige Musikstudentin, die seit acht Jahren in der JPO spielt. „Ich bin wahnsinnig dankbar, dieses wunderbare Stück mit der JPO spielen zu können.“

Es sei zwar noch ein wenig Sand im Getriebe, aber es funktioniere, so Orchestermanager Bernhard Schwarz dazu. Und Charlie Thomas vom Orchester fasst zusammen: „Die Stimmung ist sehr gut, wir freuen uns, einfach wieder gemeinsam Musik zu machen.“ 

Programm: Sinfonie Nr. 6 in F-Dur op. 68 | Ludwig van Beethove; Cello-Konzert in e-Moll op. 85 | Edward Elgar
Konzerttermine: 
Freitag, 17. Juni, 20 Uhr, Stadtgarten Schwäbisch Gmünd, 
Samstag, 18. Juni, 20 Uhr, Waldorfschule Heidenheim
, Sonntag, 19. Juni, 18 Uhr Stadthalle Aalen, 
Freitag, 24. Juni, 20 Uhr, evangelische Stadtkirche Ellwangen

Karten: www.jpo-w.de und reservix-Vorverkaufsstellen, Normalpreis 19, Euro, Kinder, Jugendliche, Studierende 12 Euro

Die Junge Philharmonie Ostwürttemberg mit Dirigent Uwe Renz am Dienstag bei den Proben auf Schloss Kapfenburg. Solistin Amelie Brune (l.) spielt das Cello-Konzert in e-Moll von Elgar.

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