Philharmonie spielt rasant in den Frühling

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Mit dem Konzert feierte Dirigent Knud Jansen seine zehnjährige Arbeit mit der Philharmonie.
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Frühlingskonzert im Peter-Parler-Saal Schwäbisch Gmünd fasziniert Publikum.

Schwäbisch Gmünd. Die Philharmonie Schwäbisch Gmünd sorgte für ein Frühlingskonzert, das seinen Namen verdient hatte. Im Peter-Parler-Saal erklang „beschwingt und tänzerisch ein Konzert als Kontrastprogramm zur derzeitigen Weltbühne“, wie es Dr. Lars Hirzel in seinem Programmvorwort beschreibt.

Glanzstück das „Konzert für Oboe und Orchester C-Dur“ von Wolfgang Amadeus Mozart nach der Pause: Drei Sätze, die der Oboe einen besonderen Platz zuweisen. Den nahm Jérémy Sassano nicht nur ein, sondern das Publikum gleich dazu. Eine Stecknadel hätte man können fallen hören im gut besetzten Parler-Saal, so fasziniert lauschten Zuhörerinnen und Zuhörer dem brillanten Spiel des Oboisten.

Der 35-jährige Solist bestach voll Souveränität mit langem Atem, fein ausgearbeiteten Passagen, grazilen Bewegungen, und mit einem hoch differenzierten Spiel. Er verzauberte durch die tänzerische Leichtigkeit seiner Interpretation, elegant begleitet von der Philharmonie. Keine Frage, dass er ein gesuchter Musiker ist, der in großen Orchestern zuhause ist.

Es war nicht nur ein Frühlingskonzert, sondern auch ein Jubiläumskonzert für den Dirigenten Knud Jansen. Er feierte damit seine zehnjährige Arbeit mit der Philharmonie. Ein Programm mit Werken wie der sehnsuchtsvollen, heiteren, besinnlichen „Capriol-Suite für Streichorchester“ von Peter Warlock. Hier glänzten die Streicher im wechselnden Spiel von Zupfen und Streichen, unterschiedlichen Tempi und rhythmisch engagierten Passagen. Spannender Kontrast dazu war das zweite Werk, Edvard Griegs „Norwegische Tänze, op. 35“. Eine engagierte Begegnung des Gesamtorchesters mit gewaltigen tonalen Passagen. Den Schlusspunkt des Frühlingskonzerts setzte das Gesamtorchester mit Alexander Glazunovs „Une fête slave, op. 26 Nr. 4“ mit beeindruckendem Einsatz von Pauke, Becken und Trommel. Mit dabei die Streicher in rasanten Bewegungen und Tonfolgen. Ein wahres Feuerwerk für die Ohren, komponiert von einem brillanten Orchestrator und Meister der Formgebung, wie das Programmheft Alexander Konstantinovich Glasunov benennt.

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