Raum der Kontraste bei „Mimesis“

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In der Ausstellung „Mimesis“ in Bartholomä treffen sieben kunstschaffende Personen aufeinander, die in den kommenden Tagen einen mehr als sieben Meter hohen Raum mit ihren Werken ausstaffieren werden.

In Bartholomä treffen Gegensätze frontal aufeinander. Die Ausstellung beginnt am 17. Juni.

Bartholomä. Es ist Wagnis und Experiment. Es ist das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Stile und Altersgruppen. Im Zentrum: ein leerer alter Raum, Spinnweben, Rohre, ein Loch in der Mauer. Wände voller Geschichten. Diese werden ab Freitag, 17. Juni, ergänzt durch weitere Eindrücke – Malerei, Keramik, Skulpturen. In der Ausstellung „Mimesis“ in Bartholomä treffen sieben kunstschaffende Personen aufeinander, die in den kommenden Tagen einen mehr als sieben Meter hohen Raum mit ihren Werken ausstaffieren werden. Jakob Arold, Paul Groll, Laszlo Haschka, Sharon Kerger, Sam Kohn, Tobias Kerger und Mark Keller wagen das Experiment.

Wie kommt diese Konstellation aus gestandenen Künstlern und jungen Menschen, unter anderem Mitglieder des Aalener Kollektiv K, zusammen? „Ich wollte den Raum schon lange beleben“, sagt Haschka, der ihn zur Verfügung stellt, ist sein Steinmetzbetrieb doch im selben Gebäude. Was davor Stätte für allerlei Krempel war, soll nun zu einem Platz für Kreativität werden. Tobias Kerger hat bereits 2019 mit Sam Kohn ausgestellt, Haschka ist mit Paul Groll verwandt und leitete mit ihm einen Konstruktionsworkshop. So die Verbindung von der jüngeren zur älteren Generation und der daraus folgende Zusammenschluss. Gemeinsam möchten sie einen Raum der Kontraste schaffen. „Vertragen sich unsere Werke gut? Das wird sich zeigen“, sagt Paul Groll, der sichtlich Freude an dem Wagnis hat. 

Gemeinsam stehen sie in der hohen Halle, sinnieren, in welcher Konstellation die Exponate dort hängen werden. Sharon Kerger wird erstmals ihre Keramikerzeugnisse ausstellen. Aufgeregt sei sie, gibt sie zu. 

Der Titel „Mimesis“, per Definition eine nachahmende Darstellung der Natur im Bereich der Kunst, gebe einen groben Rahmen vor, so die Teilnehmenden. Kohn und Keller haben sogar eigens Werke angefertigt. Und was können Besucherinnen und Besucher am kommenden Wochenende erleben? „Wer an Spannung teilhaben möchte, der soll kommen“, betont Groll. Kerger und Kohn fügen hinzu: „Es soll ein Fest mit Musik und Kunst werden, ein Fest der Gemeinschaft.“ ⋌Benedikt Walther


Die Vernissage von „Mimesis“ ist am Freitag, 17. Juni, um 18 Uhr in der Haschka Steinwerkstatt, Heubacherstraße 23 in Bartholomä. Die Ausstellung ist am Samstag zwischen 15 und 20 Uhr sowie am Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Eine zweite Chance, die Werke zu sehen, gibt es am 2. Juli ab 14 Uhr. 

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