So geht Fiesta mit den „Füenf“

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"Die Füenf" begeistern in der Härtsfeldhalle mit "Sing und Unsing" und reißen ihr Publikum binnen Minuten mit.
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Musikcomedy und eine Menge Spaß mit Deutschlands „lustigster A-capella-Band“.

Neresheim. 28 Sekunden nach Konzertbeginn: die Dame in Reihe 2 schüttelt sich schon vor Lachen. „Die Füenf“, die sich selbst als „lustigste A-cappella-Band Deutschlands“ und als „tonsicherste Einheizgruppe“ angekündigt haben, bringen die Härtsfeldhalle zum Toben bei ihrem Auftritt im Kulturprogramm Neresheim.

Die Latte haben sie hoch gehängt mit ihrer selbstbewussten Ansage, die „Füenf“ Stimmkünstler aus Stuttgart. Sie können es sich leisten, es waren eine hohlen Worte. Nach fünf Minuten singt und klatscht die Halle mit, wenn die Truppe ein Mal quer übers Buffet heizt, frei nach Heinz-Rudolf Kunze „1000und eine Nacht – Tiramisu gemacht“. „Sing und Unsing“ ist Programm. „005 – im Dienste ihrer Mayonnaise“ ist die Mission, lautet das aktuelle, ihr zehntes Musikcomedy-Programm.

Es gibt viel Geblödel, Wort- und Anspielereien, mit mal mehr, mal weniger Sinn. Aber immer lustig. Und stimmlich verdammt stark. Zu „Smooth operator“ mokiert sich Justice mit pikierter Stimme im Restaurant über das zum Schuhsohlenleder vermurkste Steak, „Fleisch ist Fleisch“ propagieren sie. Wie „Opus“ damals auf „Life is life“ kam? Schleierhaft. Ein Blick von Pelvis und die halbe Halle lacht. Er berichtet von seinen Leiden an der Supermarktkasse, fordert eine Rettungsgasse angesichts nicht abgewogenen Broccolis, Münzen abzählenden Hochbetagten und dem Blick aufs Verfalls-, sorry Mindesthaltbarkeitsdatum.

Little Joe überrascht mit einer Ode an die Schwiegermutter – diese „oberhammer krasse Frau“, die mit so viel Schwiegerbutter „geiles Schwiegerfutter“ kocht, als Hausfrau die Angetraute um Längen schlägt und mit Po-betonender Unterwäsche die Sache mit den Enkeln zu beschleunigen gedenkt.

Im lockeren Freestyle geben sie eine Kostprobe ihrer ausgeklügelten Diskussionskultur, Dottore Basso packt Siggis missglückten Kneipenausflug in Falcos „Jeanny“, eine kleine Hommage an Peter Alexander gibt es obendrauf. Bei Wolle Kriwaneks Ufo-Entdeckung entlockt die Truppe dem Neresheimer Publikum zarteste Duaa-Dubb-Duaa-Töne. Überhaupt dieses Publikum: schlicht fantastisch, lässt sich abholen, macht alles mit, feiert beim Möchtegern-spanischen Stück „Aeroporte seguridad“ eine echte Fiesta, klatscht, trampelt, singt. Mit Hochprozentigem „Der Grappa wird’s schon richten“ und Himbeergeist zum Frühstück geht es in Richtung Finale. Dann kommt Publikumsliebling Horst: „I would do anything for Horst“, „Horst is in the air“ und „Music was my first Horst“. Schließlich auch noch Wolle Kriwaneks Stroaßabahn, ein highlight als Rausschmeißer.

"Die Füenf" begeistern in der Härtsfeldhalle mit "Sing und Unsing" und reißen ihr Publikum binnen Minuten mit.
"Die Füenf" begeistern in der Härtsfeldhalle mit "Sing und Unsing" und reißen ihr Publikum binnen Minuten mit.
"Die Füenf" begeistern in der Härtsfeldhalle mit "Sing und Unsing" und reißen ihr Publikum binnen Minuten mit.
"Die Füenf" begeistern in der Härtsfeldhalle mit "Sing und Unsing" und reißen ihr Publikum binnen Minuten mit.
"Die Füenf" begeistern in der Härtsfeldhalle mit "Sing und Unsing" und reißen ihr Publikum binnen Minuten mit.
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"Die Füenf" begeistern in der Härtsfeldhalle mit "Sing und Unsing" und reißen ihr Publikum binnen Minuten mit.
"Die Füenf" begeistern in der Härtsfeldhalle mit "Sing und Unsing" und reißen ihr Publikum binnen Minuten mit.

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