Tanz und Minimal Music: zwei Kunstformen an einem Abend

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Das Aalener Ensemble Pik.
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Das Ensemble Pik und die Delattre Dance Company machen gemeinsame Sache.

Die Delattre Dance Company bei einer Aufführung in der Stadthalle Aalen.

Aalen

Zwei Kunstformen an einem Abend. Das bietet der kommende Freitagabend, 26. November, im Aalener Kulturbahnhof. Unter dem Titel "Minimal Music trifft Tanz" sind dort die Dellatre Dance Company und das Ensemble Pik zu erleben. 

"Die Idee dahinter ist, dass man hier zusammenkommt, sich gegenseitig befruchtet und ergänzt", sagt dazu Uwe Renz, Dirigent des Aalener Ensemble Pik, das 2018 erstmals gemeinsam auf der Bühne musizierte. Die Delattre Dance Company aus Mainz wiederum ist das Tanzensemble, mit dem die Stadt mit ihrem Tanzraum Aalen, der gefördert wird durch die Initiative "Tanzland" der Kulturstiftung des Bundes, drei Jahre lang zusammen arbeiten wird, wie Natascha Euteneier vom Kulturamt ergänzt. "Durch den tänzerischen Impuls soll auch die regionale Szene noch besser vernetzt werden", so Euteneier.

Die Delattre Dance Company trifft mit dem Ensemble Pik und den Kompositionen von Michael Gordon, Steve Reich und Arvo Pärt auf Musik, die "losgekoppelt von einer Geschichte und Handlungsballett mit einer vordefinierten Köprerlichkeit ist", wie Uwe Renz erklärt. Renz hat selbst auch schon Orchester zu Ballettaufführungen an der Oper Istanbul dirigiert. Doch das sei anders.  "Die Musik ist hier fix und fest komponiert, streng und strikt", so Renz. Es sei nicht möglich, sich etwaigen spontanen Improvisationen der Tänzerinnen und Tänzer anzupassen. Innehalten, ein kurzes Warten, das funktioniere in diesem Fall nicht. Minimal Music funktioniere wie ein Uhrwerk, wie mit dem Metronom getrieben. 

Allerdings hat das Tanzensemble mittels Aufnahmen auch eine feste Choreographie zu den Stücken erarbeitet, erklärt Komponist Edgar Mann, der das Projekt zusammen mit Natascha Euteneier leitet.  Die Delattre Dance Company sei nicht unerfahren, was den Tanz zu zeitgenössischer Musik betrifft, betrete hier kein Neuland.  Trotzdem ist der Abend für die Company durchaus herausfordernd:  "Üblicherweise entwickle ich mit Hilfe einer präzisen Dramaturgie meine  Choreographien. Für das Projekt in Aalen wollte ich mich der Herausforderung stellen, alles offen zu halten. Mein Konzept, diese Musikstücke zu vertanzen, ist diesmal sehr abstrakt und ich setze in meiner Choreographie den Schwerpunkt auf die direkte Verbindung zwischen Bewegung und Musik", sagt  Stéphen Delattre dazu. 

Die Tänzerinnen und Tänzer werden in der Mitte des Raumes auf einer extra Bühne agieren, wie Natascha Euteneier erklärt. Zudem werde das Geschehen auf eine Leinwand produziert, damit jeder auch gut sehen könne, was auf der Bühne passiert.  

Auch zwei rein instrumentale Stücke werden vor der Pause in einem rund 40 Minuten dauernden Block zu hören sein, nach der Pause dann ausschließlich Tanz plus Musik. Mal werden zwei, mal alle sechs Tänzer auf der Bühne sein, mals wird das Ensemble Pik lediglich mit zwei, mal mit allen 12 Musikerinnen und Musikern spielen. "Die Musikerinnen und Musiker freuen sich schon darauf", sagt Renz. 

Karten gibt es bei der Tourist-Info Aalen unter Tel. (07361) - 52 23 58 oder unter www.xaverticket.de online. 

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