Theater widmet Sommerstück dem Klimawandel

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Hier spielt das Sommerstück 2021 des Theaters der Stadt Aalen. Zum ersten Mal im Innern, zum ersten Mal im Kubaa.
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Autorin ist Dramaturgin und Regisseurin Tina Brüggemann. Um was es geht und wer alles dabei ist.

Aalen. Sommer, Sonne, Freizeit. Alles könnte so schön sein. Genau jetzt. Wäre da nicht der Klimawandel. Den zu thematisieren hat sich das Theater der Stadt Aalen in der laufenden Spielzeit zur Aufgabe gemacht. Die Auseinandersetzung damit ist auch das Thema des diesjährigen Sommerstückes „Let the sun shine“, das am Samstag, 26. Juni, 20 Uhr, Premiere feiert. Geschrieben hat die „Klimagroteske mit Musik“ Dramaturgin Tina Brüggemann, die auch Regie führt.

Wo diesmal gespielt wird

Theaterfans wissen es: gespielt wird meist auf Schloss Wasseralfingen. In diesem Jahr allerdings nicht. „Wir haben uns das Stück für den Theatersaal überlegt, weil wir diesen Ort ja beleben wollen“, sagt die Regisseurin. Seit Oktober ist der Spielbetrieb des brandneuen Theatersaals im Kulturbahnhof vor Publikum eingestellt, nun soll er zum Dreh- und Angelpunkt werden. Doch nicht nur die Belebung des Hauses ist Grund dafür. Durch die große Besetzung kann man im Innern kompakter inszenieren. Und das Wetter macht den vielen Vorstellungen diesmal auch keinen Strich durch die Rechnung. Bis zu 80 Zuschauer passen nach der aktuellen Coronaverordnung in den Theatersaal. Im Schloss Wasseralfingen waren es 2020 gerade mal 35 Gäste, die dabei sein durften, wie Intendant Tonio Kleinknecht erklärt. Für die Besucher des Kubaa gilt die getestet, geimpft, genesen-Regel. Die Masken bleiben auf. Es ist die erste Sommerproduktion des Theaters der Stadt Aalen, die nicht im Freien stattfindet, so der Intendant. Draußen spielen sei diesmal nur der Plan B gewesen.

Um was es geht

Tina Brüggemann lehnt sich in ihrem Stück an die reale Idee eines Wissenschaftlers an, das gesprengtes Gestein CO-2 bindet und damit die Atmosphäre entlastet. Für die Idee soll der Forscher in einem Hotel in einem Kurort nahe der Schwäbischen Alb geehrt werden. Doch nicht alle sind begeistert von der Idee.

Inspiriert worden sei sie auch von Dürrenmatts „Physikern“, so Tina Brüggemann. Von dessen Idee, ein Thema von der Forschung her zu sehen. Es gehe aber nicht darum, wissenschaftliche Debatten abzubilden, sondern um Haltungen, die auf alle wirken. „Wir versuchen, das Thema zu packen und zu beleuchten und mit Schwung zu verarbeiten“, so Brüggemann.

Wer alles auf der Bühne steht

„Ich bin froh, wieder so viele Beteiligte zu haben“, sagt Tina Brüggemann. 18 Personen insgesamt werden auf der Bühne stehen. Das gesamte Ensemble, der Klima-Club, der sich unter anderem aus den Spielclubs mit Jugendlichen im Alter von 15 bis 20 Jahren unter der Leitung von Jonathan Giele zusammensetzt, und der Aalener Bürgerchor. „Alle dürfen sich musikalisch ausleben“, so Giele.

Viele Lieder in 90 Minuten

Die Idee, aus dem Stück eines mit Musik zu machen, sei aus dem britischen Liederabend entstanden, so Brüggemann. Rund 15 Songs, von der Volksmusik bis hin zum Rap, werden in dem rund 90 Minuten dauerndem Stück zu hören sein. Flankiert wird das Sommerstück von zahlreichen „Theater trifft“-Veranstaltungen, so Kleinknecht. Ob der Tübinger OB Boris Palmer ebenfalls zu Gast sein werde, hänge nun auch von dem Ausgang der Aalener OB-Wahl am 4. Juli ab. Palmer hatte sich offen für die Kandidatin Catherine Rommel ausgesprochen. Das Theater sei aber zu Neutralität verpflichtet.Dagmar Oltersdorf

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