Tim Bendzko: Jetzt war er endlich hier

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Tim Bendzko beim Festival Schloss Kapfenburg, gut gelaunt und froh, wieder auf der Bühne zu stehen.
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Der deutsche Singer/Songwriter gibt ein Konzert vor 1500 Menschen bei Inzidenzstufe 2. Wie dieses Konzert und besonderen Bedingungen ankam.

Tim Bendzko beim Festival Schloss Kapfenburg

Tim Bendzko beim Festival Schloss Kapfenburg
Tim Bendzko beim Festival Schloss Kapfenburg. © dot
Tim Bendzko beim Festival Schloss Kapfenburg
Tim Bendzko beim Festival Schloss Kapfenburg. © hag
Tim Bendzko beim Festival Schloss Kapfenburg
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Tim Bendzko beim Festival Schloss Kapfenburg
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Tim Bendzko beim Festival Schloss Kapfenburg
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Tim Bendzko beim Festival Schloss Kapfenburg. © hag

Lauchheim

Es hätte natürlich perfekt als Auftakt gepasst. „Jetzt bin ich ja hier“, heißt ein Songtitel und die Tour, unter deren Titel Tim Bendzko am Donnerstagabend beim Festival Schloss Kapfenburg gastierte - was in diesem Fall wortwörtlich stimmt. Das Konzert mit dem deutschen Singer/Songwriter in Lauchheim war wegen der Pandemie von 2020 auf 2021 verschoben worden. Doch Bendzko hat „Jetzt bin ich ja hier “ erst als Song Nummer 2 auf der Setliste.

Solche choreographischen Spitzfindigkeiten sind dem Publikum aber vermutlich schnurz. Denn das Festival-Gefühl passt mindestens genauso perfekt. Der Himmel zu Beginn hellblau, T-Shirt-Temperaturen zum Auftakt und ziemlich nah dran der, für den die erlaubten 1500 Fans gekommen sind. Tim Bendzko braucht sich zu Beginn nicht mal besonders ins Zeug legen. Schon das zweite Lied wird mitgeklatscht und so geht es weiter - ein ständig laufender Motor, angetrieben von der Freude darüber, dass so etwas überhaupt wieder geht.

Dabei ist Bendzko keiner, der nur Kracher im Programm hat. Viele seine Lieder sind Balladen - erzählen vom Alltag von Liebenden und Sich-Entliebenden, von der Suche nach der eigenen Identität, Einsamkeit, Verlusten, Hoffnungen, Hemmungen, Missverständnissen - all das, ohne die Konsequenz einer Schwarz-weiß-Schablone zu bemühen. Dafür ist er einer, der den Kontakt zu Publikum sucht und findet. „Dass wir das noch erleben dürfen “, freut er sich zwischendurch und wirft die Arme nach oben. „Und dass ihr auch noch gekommen seid.“ Er habe ein Jahr damit zugebracht, vor Autos zu spielen. Nun wieder Menschen.

Weiter geht es für die mit „Unter die Haut“, mit dem Publikumsrefrain „Ohohohoh“, den jeder, ob nun acht oder 78 Jahre alt, auch unter der Maske bewältigen kann. Mit „Am seidenen Faden“, „Wenn Worte meine Sprache wären“, - Hits, die man auch als Nichtfan aus dem Radio kennt. Hier ein Cello-Solo, dort ein rockiger Riff, zwischendurch die starke Stimme von der mehr als nur Background-Sängerin Peppa - die Band ist ebenso gut gelaunt, wie Bendzko. Nach gut einer Stunde macht er Schluss, kommt aber unter Jubel wieder. Mehrmals. Nimmt sich Zeit für sein beseeltes Publikum. Von wegen „Hab keine Zeit“.

Dass wir das noch erleben dürfen.“

Tim Bendzko, Sänger

Stimmen nach dem Konzert

„Das war supergenial heute. Es war toll, das ganze mal wieder live zu erleben“, sagt Monja Lang aus Ellwangen, die mit ihrem Freund Gerald Ilg gekommen ist. Zwei Bendzkofans, die schon 2020 dabei sein wollten. „Es war auch nicht so voll“, ergänzt Ilg. Alles sei optimal an die Corona-Regeln angepasst gewesen. Das Publikum drumrum hätte sich super verhalten, alle hätten ihre Masken ohne Widerstand einfach aufgelassen. Man sei das ja auch mittlerweile gewohnt.

Vor eineinhalb Jahren habe sie bereits ihre Karte gekauft, erzählt auch Dr. Dagmar Vogt. „Ich habe mich sehr gefreut, dass er nun doch gekommen ist.“ Sie komme grundsätzlich sehr gerne auf das Festival Schloss Kapfenburg, freue sich, wieder Kultur genießen zu können und sei auch am Freitag bei Bülent Ceylan und am Samstag bei der Night of the voices dabei.

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