Uwe Ernst: „Weltrauschen“ als Triptychon

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Uwe Ernst Triptychon Foto: Yakup Zeyrek

Vernissage Alles dreht sich im Atelier von Uwe Ernst in Böbingen um sein neuestes Werk. Ein großformatiges Triptychon mit dem Titel „Weltrauschen“, an dem der Zeichner und Maler rund acht Monate gearbeitet hat. Christliche Ikonografie spielt bei diesem dreiteiligen Bild trotz seiner historischen Verortung im religiösen Kontext keine Rolle. Darauf hat der Kunsthistoriker und Geschäftsführer des Künstlerbunds Baden-Württemberg, Clemens Ottnad, im Gespräch mit dem Künstler hingewiesen.

    Während auf dem linken Bild eine beherrschende Figur mit einem Tuch eine Reihe aus Behältern schauende Gestalten her- oder wegzaubert, zeigt eine ähnliche Figur auf dem rechten Bild dem Betrachter einen Fisch mit Menschengesicht. Hat er dieses „archetypische Symbol für die Urweisheit“, so der Künstler, aus einem Kescher gezogen, oder wird er ihn hineinlegen? Und was bedeutet das dunkle gehörnte Wesen? Für Uwe Ernst ist es eine Metapher für den gesellschaftlichen Abschied von Immanuel Kants Aufklärungsschriften. Deutlich wird der Bezug zum Titel im mittleren Bild. Der Künstler selbst wird aus einem Zeitfenster des Universums in die Welt geschleudert. Oder wird er hineingezogen? Das Leben, Gesellschaft, Gegenwart sind in Uwe Ernsts Weltsicht ganz offenkundig ambivalent. Das Atelier Adlergasse 1, Böbingen/Rems, ist am Donnerstag, 17. und am Freitag, 18. November von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

⋌Wolfgang Nussbaumer/Foto: Yakup Zeyrek

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