Neu im Kino

Venom 2- let there be carnage

In der Fortsetzung zu Venom aus dem Jahr 2018 zofft sich erneut Tom Hardy mit seinem außerirdischen Parasiten um die Vorherrschaft in seinem Körper. Regie führte diesmal Andy Serkis, der den meisten vielleicht nicht per Gesicht, aber als begnadeter Motion-Capture Schauspieler als Gollum in ‚Der Herr der Ringe‘, oder Affe Caesar in der Planet der Affen-Reihe ein Begriff sein könnte.

Let there be Carnage (Lasst ein Gemetzel geschehen), so der Untertitel, verspricht ein Blutbad. Und in der Tat geht es nicht zimperlich zu.
Eddie Brock (Hardy) will seine Karriere als Journalist voranbringen, sein Alienparasit Venom dagegen lieber Verbrechern die Köpfe abbeißen. Doch die beiden arrangieren sich und haben zu einer Symbiose gefunden, von der beide profitieren. Richtig chaotisch wird es allerdings, als der Serienkiller Cletus Kassady (Woody Harrelson) hingerichtet werden soll. Der verträgt die Giftspritzen überraschend gut, denn auch er beherbergt einen parasitären Gast, woran Venom nicht ganz unschuldig ist. Fortan veranstaltet er als Carnage gemeinsam mit seiner Jugendliebe Shriek (Naomie Harris) ein Gemetzel, bei dem auch Eddies Ex Anne (Michelle Williams) unter Beschuss gerät.
Es ist eine Freude, wie Tom Hardy hier unter Vollgas und mit sichtlicher Spielfreude mit seinem inneren Dämon kämpft. Auch Harrelson und Harris setzen oberflächlich, aber unterhaltsam mehr auf Comic als auf Charakter. Aber das alles setzt konsequent den brutalen und gleichzeitig albernen Ton des ersten Teils fort. Es kracht, es ist düster und schlingert permanent zwischen Horroraction, Comic und überdrehter Buddykomödie. Das geht nicht immer für jedes Genre auf, vor allem, da man offenbar bei allem Gemetzel noch eine Jugendfreigabe anstrebte, aber die Mischung macht auch Venom 2 zu etwas Außergewöhnlichem. Die Moral von der Geschicht‘? Fehlanzeige. Aber chaotische und kurzweilige 97 Minuten. Und wie immer bei Marvel sollte man den Abspann abwarten. Marco Kreuzer

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