Vier-Jahreszeiten-Konzert von Antonio Vivaldi

+
Die Camerata Europeana gastiert auf dem Schönblick.

Das Ensemble Camerata Europeana zu Gast auf dem Schwäbisch Gmünder Schönblick.

Schwäbisch Gmünd. Eines der berühmtesten Werke der klassischen Musik live erleben zu können, ist ein wahres Geschenk. Am kommenden Sonntag, 13. März, um 16 Uhr gibt der Schwäbisch Gmünder Schönblick dazu die Möglichkeit: Im Forum, das unter den aktuellen Corona-Regeln geöffnet sein wird, werden Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ mit dem Ensemble von Camerata Europeana zu sehen und zu hören sein. „Wenn man das Glück hat, eine Sternstunde der Musik live zu erleben, fällt es schwer, mit Worten der Sache gerecht zu werden“, sagt Matthias Ihden, Kulturmanager des Schönblicks. Vivaldis 1725 entstandenes Werk ist sein bis heute bekanntestes und beliebtestes.

„Die ,Vier Jahreszeiten‘ haben die unvergleichliche Gabe, Naturempfindungen hörbar zu machen“, so Matthias Ihden. Der Frühling lässt im ersten Allegro die Natur gewissermaßen erwachen: Die Vögel trillern und zwitschern. Wie auch im dritten Satz entsteht hier der Eindruck von rauschenden Blättern und einer reinen, unverfälschten Naturidylle. Im mittleren Largo schläft ein Hirte. Während die Jahreszeiten des Übergangs, also Frühling und Herbst, in Dur gehalten sind, erleben wir den Sommer (wie auch den Winter) im Moll: Die Hitze hat den verliebten Hirten erschöpft, zwar singen auch hier die Vögel und die Wespen brummen, doch im Finalsatz geht ein heftiges Gewitter nieder. Im Herbst befinden wir uns auf einer Jagd, und besonders kunstvoll ist die musikalische Schilderung eines Betrunkenen: Die Streicher verschleiern den Klang, als werde unsere Wahrnehmung benebelt. Im Winter schließlich klirrt die Kälte, wir schlittern auf dem Eis und stapfen durch den Schnee. Und im zarten mittleren Largo lässt das Pizzicato der Solovioline an Schneeflocken denken.

Dirigent ist Radoslaw Szulc, ist erster Konzertmeister beim Sinfonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und auch Leiter des Kammerorchesters. Radoslaw Szulc spielt die Geige von Stradivari ‚Wilhelmj’ aus dem Jahre 1725. Im zweiten Teil des Konzertes spielt die Camerata Europeana Peter I. Tschaikowsky Streicherserenade C-Dur, op. 48. Mit Hingabe und großem Engagement schließt die Camerata European die Lücke zwischen Kammerorchester und Symphonieorchester und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Vielfalt des Musiklebens. Höchste Qualität und Professionalität sind ein Anspruch, den sie an sich selbst stellen, Spielfreude und Begeisterung aller Musiker ist die Konsequenz dieses unermüdlichen Strebens.

Tickets gibt es auf dem Schönblick, Willy-Schenk-Str. 9, 73527 Schwäbisch Gmünd, Tel. 07171-97070, im i-Punkt Schwäbisch Gmünd, Marktplatz 37/1, Tel. 07171-6034250 oder online unter www.reservix.de. Weitere Informationen im Internet unter www.schoenblick.de/klassik.

Zurück zur Übersicht: Ostalb-Kultur

Mehr zum Thema