Von Gedanken geleitet und Natur als Beispiel

+
Aurelia Mertens stellt in Schorndorf aus
  • schließen

Aurelia Mertens zeigt ihre Werke in Schorndorf. Was ihre Kunst prägt.

Schorndorf. Beim  Schorndorfer Atelier-Tag an diesem 23. April ist auch die aus Schwäbisch Gmünd stammende Künstlerin Aurelia Victoria Mertens vertreten. Parallel zum eintägigen Ereignis zeigt sie   bis 4. Mai bei „jakob concept Store“ in Schorndorf  Installationen, Videoprojekte und Performances. Zuletzt waren ihre Arbeiten bei der Gmünder Kunstmesse zu sehen.

Einer der Schwerpunkte ihrer Malerei sind Porträts. Oft sind die Gesichter  umgeben von grafischen Elementen, von schriftlichen Anmerkungen. „Von Gedanken geleitet“, sagt die Künstlerin dazu. Sie gibt Bildern eine Botschaft mit auf den Weg, die über die Aussagekraft der Malerei hinausgeht.  Aurelia Victoria Mertens will mit ihren Werken  „zeigen, dass wir alle zum selben Ort gehören und dass wir alle vom selben Ort kommen“. Fantasie ist für sie ein Weg, einander näher zu kommen. „Ich nehme gerne die Natur als Beispiel, um gemeinsame Gefühle und Erfahrungen des Menschen zu erklären“, sagt sie weiter.

Performance in Sizilien

In Schorndorf zeigt sie eine Auswahl der in den vergangenen zwei Jahren entstandenen Kunstwerke  aus Malerei, Plastik und Performance. Aufenthalte in Sizilien lenken ihren Augenmerk auch auf die Landschaften, die sie gegenständlich umsetzt, immer wieder mit einem fließenden Übergang in die Abstraktion. Zu ihrem Werk zählen außerdem skulpturale Arbeiten, oft sind es Torsi.  Aurelia Victoria Mertens möchte Betrachterinnen und Betrachter auf ihre Lebenssituation aufmerksam machen.  Es geht um die Frage, „wie wir bewusster Leben können, um einen nachhaltigeren Umgang mit unseren Kräften zu finden, um in unsere eigene Kraft zu gelangen“.  Beim Schorndorfer Ateliertag erweitert sie ihr Kunstspektrum um eine Live-Performance, immer wieder zwischen 14 und 22 Uhr. 

Um eine Performance geht es auch einen Tag zuvor, beim  „Tag der Erde“. Auf Sizilien veröffentlicht Mertens  ihr  Video-Performance-Projekt  „Senti il tuo tempo“ (spüre dein Tempo).   Mit ihren künstlerischen Mitteln erinnert sie, „dass es notwendig ist, innezuhalten und auf den eignen Körper zu hören, auf die Signale die er uns übermittelt“.    Die Performance lade ein, sich selbst wahrzunehmen, zu genießen, im eigenen Tempo zu gehen. Bei diesem Projekt arbeitet sie zusammen mit der Autorin Ornella Mantione. Sie übersetzt  die künstlerische Bewegung von Aurelia Victoria Mertens in Worte und Raffaele Pullara, ein Multiinstrumentalkünstler, verewigt die Botschaft musikalisch.

Kuno Staudenmaier

Zurück zur Übersicht: Ostalb-Kultur