Vorfreude in Wort und Klang

+
Adventskonzert von Cappella Nova in der Marienwallfahrtskirche in Unterkochen. Foto: Oliver Giers
  • schließen

Wie die „Cappella Nova“ unter Chordirektor Ralph Häcker in der Wallfahrtskirche Unterkochen die Vorfreude auf das Fest von Christi Geburt musikalisch zelebriert.

Aalen-Unterkochen

Mit „Komm, du Heiland aller Welt“ war das Adventskonzert der „Cappella Nova“ in der Wallfahrtskirche Unterkochen am Sonntagabend überschrieben. Es war das Erste nach drei Jahren Coronapause.

Auf dem Programm stehen Motetten sowie Lied- und Kantatensätze, die Warten und Hoffen, Vorfreude und Jubel in Wort und Klang zum Ausdruck bringen. Die „Cappella Nova“ unter Chordirektor Ralph Häcker ist sowohl a cappella als auch in instrumentaler Begleitung zu hören. Es spielt ein Streicherensemble mit Monika Böhm, Johanna Marie Haller, Barbara Böhm, Diana Magg, Amelie Brune, Teresa Weiler sowie Kirchenmusikdirektor Thomas Haller an der Orgel.

Eindringlich erklingt das „Veni, veni Emmanuel“ von Zoltán Kodály zum Auftakt. Der Chor beginnt unisono und fächert sich dann mehrstimmig auf. Die Melodie des Adventslieds „O komm, o komm du Morgenstern“ wandert durch die Stimmen und mündet immer wieder in das jubelnde „Gaude“ („Freude dich“).

Instrumental begleitet folgt „Komm, du Heiland aller Welt“ , textklar interpretiert der Chor die fünf Strophen, reizvoll umspielt von zwei Violinen.

Im geistlichen Konzert von Andreas Hammerschmidt „Freue dich, du Tochter Zion“ ist der Tenor tonangebend und beeindruckt mit anspruchsvoller Partie. Georg Friedrich Händels „Tochter Zion, freue dich“, „Machet die Tore weit“ von Andreas Hammerschmidt und „Macht hoch die Tür“ im Satz von Friedrich Silcher erfreuen die Ohren der Zuhörer in der vollen Wallfahrtskirche. Ralph Häcker legt zügige Tempi vor und lässt so schwungvolle, lebendige Interpretationen entstehen.

Die Ankunft des Königs

Die Bachkantate „Nun komm, der Heiden Heiland“ feiert mit einer zackig punktierten Ouvertüre die Ankunft des Königs. Anstelle der folgenden Arien spielen die Instrumentalisten den bekannten Kanon in D von Johann Pachelbel. Im ruhigen Fluss der Musik kann das Publikum derweil über die im Programm abgedruckten Arientexte nachsinnen, ehe der Schlusschoral mit dem freudigen Amen einsetzt.

Zu Herzen gehen die A-Cappella-Sätze bekannter Weihnachtslieder „Maria durch ein Dornwald ging“ und „Es ist ein Ros entsprungen“, ebenso das mit viel Gefühl vorgetragene Marienlied „Es jubelt alle Welt“ von Franz Xaver Engelhart.

Pulsierende Streicherklänge und freudiger Lobpreis vereinen sich im letzten Stück des Abends: Stimmgewaltig verabschiedet sich die „Cappella Nova“ mit einem Magnificat von Francesco Durante. Das Publikum in der Wallfahrtskirche Unterkochen dankt mit langem Applaus für das schöne Adventskonzert.

Zurück zur Übersicht: Ostalb-Kultur

Kommentare