VR-Bank: Kunstpreis für Anna Ingerfurth 

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18. Kunstpreisträgerin Anna Ingerfurth an ihrem Arbeitsplatz.

Der 18. Kunstpreis der VR-Bank Ostalb wird am 3. Juli im Aalener Rathaus vergeben. Dann wird auch die Ausstellung eröffnet.

Aalen. Was als kreative Idee im Jahr 2005 begann, hat sich längst als fester Bestandteil der Kunstszene in der Region etabliert: Der „Kunstpreis der VR-Bank Ostalb“. Seinerzeit wurde er in Anlehnung an den international orientierten „blueOrange-Kunstpreis" der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken ins Leben gerufen. Der 18. Kunstpreis wird in diesem Jahr an die Künstlerin Anna Ingerfurth vergeben, gibt die VR-Bank Ostalb in einer Pressemitteilung bekannt.

Der mit 5.000 Euro dotierte Kunstpreis richtet sich an Künstler, die sich innerhalb der Kunstszene in Südwestdeutschland hervorheben. Der Kunstpreis soll anregen, kreativ Neues zu schaffen, er soll Strahlkraft über die Region hinaus haben und zur Bereicherung der regionalen Kunstszene beitragen. Mit ihrem Kunstpreis will die VR-Bank Ostalb das Bewusstsein für Kunst und Kultur fördern. 

Preisträgerin Anna Ingerfurth

Die 1969 in Stuttgart geborene Künstlerin Anna Ingerfurth studierte bis 1998 an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und hat an dieser auch seit 2019 diverse Lehraufträge. Beim Betrachten von Anna Ingerfurths Bildwelten, bemerkt man bereits mit einem flüchtigen Blick, dass die Auseinandersetzung mit dem Ornament in ihren Arbeiten einen wichtigen Platz einnimmt. Das Ornament als Schmuck oder Zierrat von Gegenständen erfährt hier eine immense Erweiterung vom schmückenden Beiwerk zum zentralen Bildgegenstand. Dabei geht es weniger um das Ornamentale als Variante der abstrakten Darstellung, sondern vielmehr um eine vom Alltagsverständnis abweichende Definition von Räumlichkeit. Anna Ingerfurth ist sozusagen mit „kleinen Menschen, die Abstraktionen oder Ornamente bevölkern“ bekannt geworden. Die Collagen von Ingerfurth werden oftmals durch das Kombinieren von Elementen, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen, und der Einsatz von sprachlichen Elementen gekennzeichnet. Seit sechs Jahren entsteht in Ingerfurths Atelier in den Stuttgarter Wagenhallen eine Zeichnung pro Woche im A4-Format. In diesen Wochenzeichnungen verarbeitet sie ihre Alltagserlebnisse und aktuelle Themen der Vorwoche. Ihre Werke wurden seither in Vereinen, Galerien und Museen im In- und Ausland gezeigt und sie hat sich einen Namen geschaffen.

Die künstlerischen Werke von Anna Ingerfurth haben die Jury des Kunstpreises der VR-Bank Ostalb überzeugt und die Jurymitglieder seien schon sehr darauf gespannt, wie die Künstlerin mit ihren Werken die Galerie im Rathaus Aalen gestalten wird. Dem hochkarätig besetzten Preisgericht gehören derzeit mit der Kunsthistorikerin Dr. Sabine Heilig und der Direktorin des Ulmer Museums Dr. Stefanie Dathe hochrangige Expertinnen der deutschen Kunstszene an. Weitere Mitglieder sind zum Beispiel die Oberbürgermeister der Städte Aalen und Schwäbisch Gmünd Frederick Brütting und Richard Arnold.

Preisvergabe und Ausstellung

Der 18. Kunstpreis der VR-Bank Ostalb wird an Anna Ingerfurth am Sonntag, 3. Juli, 11 Uhr in der Galerie im Rathaus Aalen vergeben. Die Preisvergabe ist mit der Eröffnung der Ausstellung „Formen des Erwartens“ verbunden. Ingerfurths Ausstellung wird bis zum 24. August 2022 zu sehen sein.

Collage mit eigenen Fotos der Künstlerin Anna Ingerfurth

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